Siemens verkauft VDO an Continental

München / Hannover - Im Milliardenpoker um den Autozulieferer Siemens VDO hat sich Conti durchgesetzt. Conti zahle 11,4 Milliarden Euro für das Unternehmen mit seinen rund 50 000 Mitarbeitern, teilte die Siemens AG mit. Damit setzte sich der Hannoveraner Konzern im Milliardenpoker gegen den US-Finanzinvestor Blackstone durch.

Auch der geplante Börsengang von Siemens VDO ist damit vom Tisch. Ursprünglich hatte Siemens einen Börsengang für VDO geplant. Allerdings hatte Conti von Anfang an großes Interesse an einem Komplettkauf gezeigt. Durch die Übernahme steigt Conti in die Topliga der weltweiten Autozulieferer auf. Zusammen kommen Continental und Siemens VDO auf einen Jahresumsatz von rund 25 Milliarden Euro und knapp 140 000 Beschäftigte. Conti erhofft sich von der Übernahme Synergien in Höhe von mindestens 170 Millionen Euro ab dem Jahr 2010.

Zugleich gab Siemens den geplanten Kauf der US-Medizintechnikfirma Dade Behring bekannt. Der Kaufpreis betrage sieben Milliarden Dollar, hieß es. Ebenso wie dem VDO-Geschäft müssen die Kartellbehörden auch dieser Transaktion noch zustimmen.

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