Siemens: Verlagerung, aber keine Kündigungen

- Würzburg - Beim Automobilzulieferer Siemens VDO in Würzburg soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das geht aus einer internen Erklärung von Betriebsrat und Standortleitung hervor. Allerdings will Siemens VDO bereits Mitte nächsten Jahres einen Teil der Produktion nach Tschechien verlagern. Dies sei aus Kostengründen nötig, bestätigte das Unternehmen.

<P>In dem Brief an die rund 1600 Mitarbeiter in Würzburg kündigte Siemens VDO an, in den kommenden Jahren mehr als 60 Millionen Euro in Anlagen und Produktentwicklung zu investieren. Allerdings seien im Gegenzug Maßnahmen zur Kostensenkung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten nötig. Details wurden nicht genannt. Betriebsrat und Standortleitung hätten sich auf ein Eckpunktepapier verständigt, hieß es. Auf dieser Grundlage soll ein bis Mitte 2010 reichendes Konzept zur Sicherung und Entwicklung des Standorts entstehen.</P><P>Die IG Metall sieht die Situation für den Standort Würzburg weiter kritisch. "An dem Eckpunktepapier sind noch viele Probleme zu lösen", sagte ein Sprecher. In einigen Bereichen bestünden noch große Differenzen. Verhandlungen über eine konkrete Umsetzung würden vermutlich erst im Mai beginnen. In den vergangenen Wochen hatte es heftige Proteste gegen die Verlagerungspläne gegeben.</P><P>In Würzburg sollen künftig vor allem Komponenten für Zukunftstechnologien wie die elektrische Lenkung und die elektromechanische Parkbremse gefertigt werden, hieß es bei Siemens. Aus dem Werk im tschechischen Ostrava sollten dagegen technisch weniger aufwändige Standardprodukte kommen. 600 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.<BR></P>

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