+
Michelle Obama

Siemens verpflichtet Sprecherin von Michelle Obama

New York/Washington/München - Siemens holt sich Unterstützung aus dem Weißen Haus: Der Technologiekonzern hat die Sprecherin der Präsidentengattin abgeworben.

Camille Johnston soll nun nicht mehr Michelle Obama ins rechte Licht rücken, sondern die Münchener Firma. Die USA sind der größte Einzelmarkt für Siemens. Hier sitzt mit General Electric gleichzeitig der schärfste Rivale.

Johnston solle als Mitglied des Führungsteams helfen, Siemens noch breiter im Land zu verankern, begründete Landeschef Eric Spiegel am Freitag in New York den Neueinkauf. Johnston hatte vor ihrer Rolle als Sprecherin für die First Lady schon in den 1990er Jahren für das Präsidentengespann Bill Clinton und Al Gore in deren beiden Wahlkämpfen gearbeitet.

Siemens buhlt derzeit massiv um Mittel aus den Konjunkturpaketen der Regierung und kann auch schon Erfolge vorweisen: In keiner anderen Region wuchs im vergangenen Quartal der Auftragseingang so stark wie in den USA. Der Korruptionsskandal, wegen dem unter anderem die US-Börsenaufsicht SEC den Konzern belangt hatte, ist in den Hintergrund gerückt.

Michelle Obama würdigte die Verdienste ihrer Sprecherin und wünschte ihr alles Gute. “Camille ist für mich eine zuverlässige Ratgeberin geworden“, sagte die First Lady. “Wir werden sie vermissen.“ Ihren neuen Posten als Vizepräsidentin von Siemens USA wird Camille Johnston am 7. September antreten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steuerzahlerbund: Deutsche arbeiten 2018 sechs Monate nur für Staatskasse
Die Deutschen haben in diesem Jahr nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes wieder mehr als sechs Monate für die Staatskasse gearbeitet.
Steuerzahlerbund: Deutsche arbeiten 2018 sechs Monate nur für Staatskasse
Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung
Es gibt Rücktritte in Serie bei der Führungsriege von Thyssenkrupp. Ein erbitterter Machtkampf um den Kurs des Konzerns tobt. Während die Beschäftigten um ihre Jobs …
Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung
Immer teurer: Immobilien-Preise steigen in ganz Deutschland
Seit Jahren kennen Immobilienpreise nur eine Richtung: Nach oben. Manch Beobachter fühlt sich an die „Preisblasen“ erinnert, die vor zehn Jahren eine globale Finanzkrise …
Immer teurer: Immobilien-Preise steigen in ganz Deutschland
Teilzeit-DJ wird Blankfein-Nachfolger bei Goldman
Mit Goldman-Chef Lloyd Blankfein tritt einer dienstältesten Top-Manager der Wall Street ab. Ablösen wird ihn ein etwas jüngerer Kollege, der eine Vorliebe für …
Teilzeit-DJ wird Blankfein-Nachfolger bei Goldman

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.