Siemens: Weiterer Ex-Manager in Haft

Korruptionsaffäre: - München -­ In der Korruptionsaffäre bei Siemens sitzt ein weiterer ehemaliger Manager des Elektrokonzerns in Untersuchungshaft. Der Mann sei aus Argentinien angereist und habe sich gestellt, sagte seine Anwältin dem Nachrichtensender "B5 aktuell". Bei dem früheren Manager handele es sich um einen Argentinier.

Zuletzt sei ihr Mandant als Finanzchef der Siemens-Landesgesellschaft in Russland tätig gewesen, im November aber von Siemens suspendiert worden, erklärte die Anwältin.

Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" über angebliche Verbindungen des Mannes zum früheren Siemens-Spitzenmanager in Griechenland wies die Anwältin zurück. Mit diesem habe ihr Mandant, der im Übrigen "seit Jahren" nicht in Griechenland gewesen sei, nichts zu tun gehabt. Weder die Staatsanwaltschaft München I noch ein Siemens-Sprecher wollten sich zu den Berichten äußern.

Siemens hatte zuvor in seinem Quartalsbericht bekannt gegeben, dass das US-Justizministerium im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen ein Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen US-Vorschriften gegen den Konzern führt. Zudem gebe es informelle Untersuchungen der US-Wertpapieraufsicht SEC. Es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass Siemens oder einzelne Mitarbeiter wegen Gesetzesverstößen straf- oder zivilrechtlich verfolgt werden. Daraus ergäben sich auch Risiken für das operative Geschäft, unter anderem aus möglichen Geldbußen, Schadenersatz oder Ausschlüssen bei der öffentlichen Auftragsvergabe.

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