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EZB signalisiert Zinserhöhungen

Frankfurt/Main - Wegen der Rekordinflation im Euro-Raum hat die Europäische Zentralbank (EZB) trotz vielfacher Kritik ihren Willen zu einer Zinserhöhung im Juli bekräftigt.

Der Rat der Notenbank sei in einem Zustand "erhöhter Achtsamkeit", schreibt die EZB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Durch "entschlossenes und rechtzeitiges Handeln" werde der EZB-Rat verhindern, dass eine Spirale aus steigenden Preisen und steigenden Löhnen entstehe.

Damit wiederholte die Notenbank entsprechende Äußerungen ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet. Er hatte vor einer Woche im Kampf gegen die Inflation eine Zinserhöhung angedeutet mit den Worten, eine Zinsanhebung sei "möglich, aber nicht sicher". Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hatte später ergänzt, dass die EZB nur einen Schritt und keine Serie von Zinserhöhungen plane. Der Leitzins im Euro-Raum liegt seit Juni 2007 bei 4,0 Prozent. Ökonomen erwarten eine Zinsanhebung im Juli auf 4,25 Prozent.

Die Ankündigung einer Zinsanhebung war bei Gewerkschaften und einigen Politikern auf Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass die höheren Zinsen die Wirtschaft in den 15 Euro-Ländern dämpfen wird - obwohl die Konjunktur bereits unter den Folgen der Finanzkrise und der weltwirtschaftlichen Abkühlung leidet. Manche Länder wie Italien und Spanien stehen vor einer Rezession.

Die Notenbank hält eine Zinsanhebung aber für notwendig, um der anhaltend hohen Teuerungsrate Herr zu werden. Die Wirtschaft wird den Schritt aus Sicht der EZB verkraften: Die Währungshüter verweisen in ihrem Bericht auf "solide wirtschaftliche Fundamentaldaten" und das "gemäßigte, aber anhaltende Wachstum" der Wirtschaft.

Die Inflation im Euro-Raum war im Mai auf 3,6 Prozent gestiegen, den höchsten Wert seit der Euro-Einführung 1999. Die Notenbank erwartet wegen der Preisexplosion bei Öl- und Lebensmittelpreisen, dass die jährliche Teuerungsrate in diesem Jahr mit 3,4 Prozent erstmals seit der Euro-Einführung die Drei-Prozent-Marke überschreiten wird. Das ist weit über der Grenze von zwei Prozent, bei der die EZB Preisstabilität gewahrt sieht.

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