Das sind die teuersten Konzerne der Welt

Düsseldorf - Unter den 100 teuersten Konzernen der Welt befinden sich einer Studie zufolge nur vier deutsche Unternehmen. Damit belegt Deutschland zusammen mit Brasilien und der Schweiz im Länderranking den sechsten Platz.

Das geht aus der am Montag in Düsseldorf vorgestellten Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young hervor. Ende 2008 waren noch acht deutsche Firmen in dem Ranking vertreten. Unter den 300 teuersten Konzernen ging die Zahl der deutschen von 14 auf 13 zurück.

Mit 37 Unternehmen unter den ersten 100 kommen die meisten aus den USA. Das teuerste deutsche Unternehmen ist der Studie zufolge die Siemens AG auf dem 44. Platz mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 112 Milliarden Dollar. Unter den Top 100 sind zudem BASF (Rang 84), Daimler (Rang 88) und Volkswagen (Rang 93) vertreten. Die Liste insgesamt wird von Energieunternehmen dominiert. So belegen der Energieriese Exxon mit einer Marktkapitalisierung von knapp 369 Milliarden Dollar und der chinesische Ölkonzern Petrochina mit einer Marktkapitalisierung von gut 303 Milliarden Dollar die beiden ersten Plätze.

Für das relativ schwache Abschneiden Deutschlands gibt es laut Hendrik Hollweg, Mitglied der Geschäftsführung von Ernst & Young Deutschland, mehrere Gründe. So benachteilige der niedrige Euro-Kurs tendenziell alle Euro-Länder im Ranking. Zudem gebe es in der Bundesrepublik keine aktive Industriepolitik wie etwa in Frankreich. “Der Staat formt in Deutschland keine nationalen Champions, die in puncto Börsenwert in der Weltspitze mithalten könnten“, sagte Hollweg. Hollweg kritisierte eine mangelnde Gründerkultur hierzulande. Top-Ingenieure gingen lieber zu etablierten Großkonzernen, als selbst ein Unternehmen zu gründen.

dapd

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