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Hans-Werner Sinn hat keine Alternative zum Rücktritt von Strauss-Kahn gesehen.

Sinn nennt Rücktritt Strauss-Kahns alternativlos

München - Der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat keine Alternative zum Rücktritt von IWF-Chef Strauss-Kahn gesehen. Von einer Neubesetzung erwartet er auch Impulse für Europas Schuldenkrise.

Der Chef des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat den Rücktritt von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn als alternativlos bezeichnet. “Irgendetwas Unappetitliches“ sei an der Affäre dran, was auch immer die wirkliche Story sei, sagte Sinn am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk in München. Sinn erwartet von einer Neubesetzung des Postens auch Auswirkungen auf die Lösung der momentanen Schuldenkrise in Europa.

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Der IWF habe unter Strauss-Kahn “sehr großzügig“ bei Griechenland geholfen. “Herr Strauss-Kahn wurde in Griechenland als Held gefeiert, weil er das Portemonnaie so weit aufgemacht hat“, sagte Sinn. “Und weil er es aufgemacht hat, konnten es die Europäer dann auch tun, da ist eine Verkoppelung.“ Sinn führte dies auch auf französische Interessen zurück, die künftig weniger einflussreich sein dürften: “Wer auch immer der Nachfolger wird - wenn es nicht gleich wieder ein Franzose ist - wird da eine restriktivere Politik haben.“

dpa

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