MAN sitzt auf dickem Auftragspolster

- München - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN macht nach einem Ergebnisschub in den ersten neun Monaten weiter Tempo. Das Unternehmen bekräftigte seine Jahresprognose und will beim operativen Ergebnis die Marke von 700 Millionen (Vorjahr: 566 Mio.) Euro klar übertreffen. Zugleich stellte Finanzvorstand Ferdinand Graf von Ballestrem deutliche Fortschritte beim operativen Ergebnis für 2006 in Aussicht. "Ich erwarte, dass wir unserem Ziel von sechs Prozent Umsatzrendite sehr nahe kommen."

Angetrieben vom florierenden Geschäft mit Lastwagen und Dieselmotoren kletterte das operative Ergebnis des Konzerns in den ersten neun Monaten von 324 Millionen auf 473 Millionen Euro. Dabei stützte sich MAN auch auf Verbesserungen im lange kriselnden Druckmaschinen-Bereich, der nach einem operativen Verlust von 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum wieder ein positives Ergebnis von neun Millionen Euro schrieb. Im dritten Quartal belief sich das operative Konzernergebnis auf 188 (Vorjahr: 129) Millionen Euro. Allerdings seien darin Aufwendungen für die Schließung der Busfertigung von Neoplan und des Bogendrucks in Geisenheim in Höhe von 25 beziehungsweise 24 Millionen Euro nicht berücksichtigt.

Unterm Strich belief sich das Konzernergebnis nach Steuern in den ersten neun Monaten auf 269 Millionen Euro nach 171 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz legte von 10,0 auf gut 10,5 Milliarden Euro zu. Für den Umsatz erwartet MAN in diesem Jahr eine Größenordnung von 15 Milliarden Euro und geht für 2006 von einem spürbaren Anstieg aus.

Der Auftragseingang lag mit 13,9 Milliarden Euro um 21 Prozent über den ersten neun Monaten des Vorjahres. Ein Großauftrag über Militär-Lastwagen des britischen Verteidigungsministeriums hatte das Auftragspolster kräftig um 1,4 Milliarden Euro anschwellen lassen.

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