Sixt erfreut Aktionäre mit Rekordgewinn

- München - Der Autovermieter Sixt hat im vergangenen Jahr den höchsten Gewinn seiner Firmengeschichte eingefahren. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Überschuss auf 55,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt, berichtete das Unternehmen in Pullach (Landkreis München). Mit 1,34 Milliarden Euro fiel der Umsatz durch eine Umstellung der Bilanzierung deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Auf bereinigter Basis seien die Erlöse aber um 14,2 Prozent gestiegen. Die Aktionäre des größten deutschen Autovermieters können sich auf eine höhere Dividende freuen.

Beim Konkurrenten Europcar ging Sixt allerdings leer aus. Der VW-Aufsichtsrat hatte am Mittwoch dem Verkauf der Leihwagen-Tochter Europcar an die französische Investmentgruppe Eurazeo zugestimmt. Die Gruppe zahlt 3,32 Milliarden Euro und stach ein Angebot von Sixt gemeinsam mit dem Finanzinvestor Apax damit aus. Durch die Übernahme des Wettbewerbers hätte Sixt sein Wachstum rasant beschleunigt.

Besonders gut lief das Geschäft bei Sixt im vergangenen Jahr mit der Autovermietung. In diesem Bereich stieg der Umsatz um knapp 18 Prozent auf 770,4 Millionen Euro. Das Leasinggeschäft steuerte 305,4 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei, dies waren 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen pro Stammaktie eine Dividende von 0,80 Euro (Vorjahr: 0,60 Euro) erhalten, pro Vorzugsaktie 0,82 Euro (Vorjahr: 0,62 Euro). Im laufenden Jahr will Sixt das Tempo nicht drosseln. Operativ sollen Umsatz und Ergebnis weiter steigen.

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