Sixt hat Rekordgewinn schon fast sicher

- München - Deutschlands größter Autovermieter Sixt plant für das nächste Jahr eine Anhebung der Preise um fünf Prozent. Der Wachstumskurs solle 2006 fortgesetzt werden, unterstrich Konzernchef Erich Sixt am Montag in München. Die Konkurrenz habe die Preise teilweise bereits erhöht.

Seinen geplanten Rekordgewinn hat Sixt schon fast in der Tasche. "Wir sehen dem besten Jahr unserer Firmengeschichte entgegen", sagte Konzernchef Sixt. In den ersten neun Monaten stieg der Gewinn vor Steuern um gut ein Viertel auf 55,8 Millionen Euro. Damit hat das Unternehmen bereits mehr verdient als im gesamten Vorjahr und schon fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 1998, als Sixt vor Steuern umgerechnet rund 60 Millionen Euro Gewinn erzielte.

Den operativen Umsatz aus Autovermietung und -leasing konnte Sixt in den ersten neun Monaten um rund 16 Prozent auf gut 795 Millionen Euro steigern. Beim Verkauf gebrauchter Vermiet- und Leasingfahrzeuge wuchsen die Umsätze hingegen nur leicht auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Der gesamte Konzernumsatz beläuft sich in den ersten neun Monaten so auf knapp 1,9 Milliarden Euro.

Seine Position als Marktführer hat Sixt nach eigenen Angaben ausgebaut. Konkrete Zahlen lägen zwar noch nicht vor, sagte der Vorstandschef. Man habe aber "spektakulär" Marktanteile erobert. Gestiegen ist auch die Zahl der Beschäftigten. "Wir schaffen Arbeitsplätze", sagte Sixt. 1890 Mitarbeiter zählt das Unternehmen aktuell, rund 130 mehr als vor einem Jahr.

Für das Geschäftsjahr 2005 erneuerte der Vorstand seine Prognose. "Wir haben keinen Zweifel, dass wir beim operativen Konzernumsatz um 10 Prozent, beim Gewinn vor Steuern um 25 Prozent wachsen werden", sagte Sixt. Auch für 2006 sei der Konzern gut gerüstet. Besonders der im Vergleich höchste Anteil an Winterreifen in der Fahrzeugflotte und die von Geschäftskunden oft nachgefragten Möglichkeiten, Autos vor Abflug über Handy zu ordern, stimmen Sixt optimistisch.

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