Sixt will Hertz und Avis überholen

- München - Deutschlands größter Autovermieter, die Sixt AG aus Pullach, will bis 2008 in Europa die Nummer zwei hinter Europcar werden. Derzeit liegen europaweit Hertz und Avis noch auf Platz zwei und drei. Im ersten Quartal steigerte Sixt den Konzernumsatz um 8,4 Prozent auf 568,9 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich von minus 1,3 Millionen auf plus 1,9 Millionen Euro.

<P>"Wir waren ziemlich verdutzt, dass das durch den Winter üblicherweise schwache Geschäft im 1. Quartal so gut war", sagte Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender und Gründer des Autovermieters. De facto seien es nur zweieinhalb Monate gewesen. "Wir glauben, dass es einen leichten Anstieg der Nachfrage nach Autovermietung gibt und dass dies vielleicht ein kleiner Vorbote für ein Anziehen der Konjunktur sein könnte", so Sixt weiter. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung auch im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Mitarbeiter vor allem im Inland auf nunmehr 1827 Menschen (plus 4,1 %) erhöht. Sixt hatte ausdrücklich erklärt, auch über 50-Jährige einstellen zu wollen. "Die staatliche Jobagentur, wie das Ding jetzt heißt, hat uns nicht einen einzigen 50-Jährigen beschafft", sagte Sixt. Die Kandidaten, die sich beworben haben, seien ausschließlich auf Presseartikel zurückzuführen.<BR><BR>2004 hatte Sixt Autos im Wert von 2,2 Milliarden Euro eingekauft. Das verschafft dem Großkunden eine hervorragende Position. "Allen Herstellern geht es lausig, das macht es für Sixt einfacher, seine Einkaufskonditionen zu verbessern", sagte der Konzern-Chef. Der Autovermieter hat in seiner Flotte überwiegend Premium-Marken. Die Hälfte umfasst Modelle von Mercedes, BMW und Audi. Für das Gesamtjahr 2005 bleibt Sixt bei seiner schon gegebenen Prognose von plus 20 Prozent beim Ergebnis und plus fünf Prozent beim Umsatz.</P>

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