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Sixt will sich nicht kaufen lassen

München: - München - Deutschlands größter Autovermieter Sixt will Finanzinvestoren bei Übernahmeversuchen die Stirn bieten. Angriffe auf Sixt hätten keine Chance, sagte Konzernchef und Hauptaktionär Erich Sixt in der Hauptversammlung in München.

"Der Großaktionär lässt sich nicht kaufen." Die Konkurrenten Hertz und Europcar waren in den vergangenen Jahren von Finanzinvestoren übernommen worden. Sixt will das Wachstum des Konzerns vor allem durch die Expansion im Ausland vorantreiben. "Wir wollen die Deutschen auch im Urlaub begleiten." Nach den ersten fünf Monaten sieht er den Konzern auf einem guten Kurs für ein weiteres Rekordjahr.

Von den Aktionären erhielt Sixt nach dem besten Jahr der Firmengeschichte jede Menge Lob für die Entwicklung des Geschäfts und des Aktienkurses. "Mit der Aktie haben wir viel Freude gehabt", sagte Verena Brendel von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Durch einen starken Anstieg des Kurses hat sich der Börsenwert von Sixt im vergangenen Jahr auf rund 950 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Mehrere Aktionäre äußerten allerdings die Sorge, der 62-jährige Firmenlenker, der knapp 57 Prozent der Stammaktionen hält, könne sich aus dem Unternehmen zurückziehen. Dem widersprach Sixt energisch. "Manche dämmern so ihrer Pension entgegen", sagte er. Golf oder Gartenpflege sei aber nichts für ihn. "Mir macht das Geschäft Spaß." Im vergangenen Jahr hatte er seinen Vertrag für weitere fünf Jahre verlängert. Diese Zeit werde er auch erfüllen.

Sixt war nach einem abgebrochenen BWL-Studium 1969 in die Autovermietung seiner Eltern eingestiegen und hat daraus inzwischen einen weltweit aktiven Konzern mit Milliardenumsatz gemacht. Der Firmenname sei mehr als 80 Prozent der Deutschen bekannt. "Ich habe Glück gehabt, einen Vater zu haben, der Sixt heißt. Sixt war ohne Gebühr für mich", sagte er.

Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte Sixt. Der bisherige Verlauf des zweiten Quartals gebe keinen Anlass, an den Zielen für 2007 zu zweifeln. "Auch im laufenden Jahr wollen wir bei Umsatz und Ertrag Bestmarken setzen." Der Umsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäft solle von rund 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr um fünf bis zehn Prozent steigen. Der operative Gewinn vor Steuern von zuletzt 121,6 Millionen Euro soll noch deutlicher zulegen.

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