Gute Zahlen für Sky Deutschland

München - Sky Deutschland verdient Geld - zumindest ein bisschen. Zwar steht unter dem Strich noch immer ein Verlust. Doch Konzernchef Brian Sullivan kommt voran.

Der seit Jahren defizitäre Bezahlsender Sky Deutschland hat im zweiten Quartal zum ersten Mal seit Jahren zumindest operativ Geld verdient. Zwar steht unter dem Strich noch immer ein Verlust von knapp 14 Millionen Euro, doch vor Zinsen und Steuern verbuchte der von Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte Konzern auch dank des weiter kräftigen Kundenzuwachses einen Gewinn von knapp 6 Millionen Euro. “Dies war ein wichtiges Quartal für Sky. Wir haben eine Reihe von Meilensteinen erreicht“, teilte Konzernchef Brian Sullivan am Dienstag in München mit.

Der seit April 2010 amtierende Konzernchef hat den Sender an vielen Stellen neu aufgestellt, das Programm ausgebaut und nicht zuletzt erneut die Bundesligarechte gesichert. Das frühere Premiere war seit der Gründung vor mehr als 20 Jahren nie richtig auf die Beine gekommen, doch nun scheint die Trendwende eingeläutet. Vor allem der Zustrom von neuen Kunden blieb hoch: Unter dem Strich kamen 47 100 neue Abonnenten hinzu, ein Plus von 42 Prozent. Inzwischen hat Sky 3,1 Millionen Kunden. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 326,7 Millionen Euro.

Kundenzufriedenheit verbessert

“Obwohl wir auch weiterhin einen weiten Weg vor uns haben, sind Geschäftsdynamik und Marktpotenziale für uns vielversprechender denn je“, sagte Sullivan. Er bekräftigte sein Ziel, 2013 auf Jahressicht ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu erwirtschaften. In diesem Jahr soll dieses Ergebnis sich “signifikant verbessern“. Wann der Bezahlsender auch unter dem Strich aus der Verlustzone kommt, wollte Sullivan bisher nicht voraussagen, auch wenn er diesem Ziel inzwischen näher gekommen ist.

Vor allem profitiert der Sender von seinem deutlich ausgebauten Angebot und kommt auch bei der Kundenzufriedenheit voran - lange Zeit eine Großbaustelle des früheren Premiere. Das zeigt sich in der sinkenden Kündigungsquote. Deutlich ausgebaut hat Sky auch den Anteil der Kunden, die hochauflösende HD-Angebote beziehen - und dafür auch mehr Geld bezahlen. Die Zahl dieser Abonnenten stieg im zweiten Quartal um 64 Prozent auf knapp 1,2 Millionen.

dpa

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