Slowenien beim Euro endgültig am Ziel

- Brüssel (dpa) - Für zwei Millionen Slowenen beginnt am 1. Januar 2007 das Zeitalter des Euro. Die 25 EU-Finanzminister trafen in Brüssel den letzten nötigen Beschluss und legten den Wechselkurs bei 239,64 Tolar für einen Euro fest. Slowenien gilt als wirtschaftliches Musterland unter den zehn EU-Mitgliedern, die 2004 beigetreten sind.

Mit dem Land, das zwischen Österreich und der Adria liegt, hat die Eurozone künftig 13 Mitglieder. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Finanzminister Jean-Claude Juncker, hatte am Vorabend nach einem Treffen mit seinen Kollegen gesagt, dass von September an Slowenien an den Sitzungen teilnehmen werde.

Der Euro ist Zahlungsmittel für knapp 310 Millionen Menschen. Die Europäische Währungsunion startete am 1. Januar 1999 mit elf Ländern: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Am 1. Januar 2001 kam Griechenland hinzu. Am 1. Januar 2002 kam das Euro-Bargeld. Streit gab es bis zuletzt um Litauen, dem die EU-Staats- und Regierungschefs im Juni wegen zu hoher Inflation den Beitritt schon 2007 verweigert hatten.

Slowenien will erstmals in der Geschichte des Euro Geschäfte mit übermäßigen Preisaufschlägen an den Pranger stellen. Damit reagiert die Regierung in Ljubljana auf schlechte Erfahrungen in den alten Mitgliedstaaten. Slowenische Verbraucherschützer wollen mit der Statistikbehörde zusammenarbeiten und bestimmte Warenkörbe prüfen. Bei der Ausgabe des Euro-Bargeldes hatte es 2002 massive Beschwerden der Verbraucher über Preisaufschläge gegeben. Betroffen waren besonders Gäste in Café´s und Restaurants.

Als nächste Euro-Kandidaten gelten Estland, Malta und Zypern.

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