Slowenien am Ziel: Aufnahme in die Eurozone 2007

- Brüssel - Slowenien, wirtschaftliches Musterland unter den jüngsten zehn EU-Mitgliedern, ist am Ziel: Zum 1. Januar 2007 kann das Land den Euro einführen. Die Finanzministers der Euro-Gruppe bereiteten den letzten nötigen Beschluss vor.

Nach Angaben von Luxemburgs Finanzminister Jean-Claude Juncker, dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe, billigte die Runde den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Wechselkurs. Der Euro wird bei 239,64 Tolar festgesetzt. Alle 25 EU-Finanzminister werden der Aufnahme Sloweniens zu diesem Kurs am Dienstag zustimmen. Slowenien ist dann 13 Mitglied der Eurozone.

Ungeachtet hoher Ölpreise und der starken Inflation sehen Juncker und EU-Währungskommissar Joaquín Almunia die Wirtschaft der Eurozone auf gutem Wachstumskurs. Almunia glaubt, dass sich im Herbstgutachten der Kommission die bisherige Wachstumsprognose für 2006 auf jeden Fall bei 2,1 Prozent bestätigen werde.

Almunia und Juncker warnten davor, im momentanen Aufschwung die Chance auf einen spürbaren Abbau der Haushaltsdefizite zu verspielen. "Die Regierungen der Eurozone zeigen wenig Begeisterung, ihre Finanzen zu sanieren", sagte Juncker. Almunia ergänzte: "Wir müssen die Lektionen der Vergangenheit lernen." Wer jetzt die Staatsfinanzen nicht in den Griff bekomme, laufe beim nächsten Abschwung Gefahr, die Vorgaben des Stabilitätspaktes zu brechen. "Das macht uns Sorge."

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