Smart färbt Ergebnis von Mercedes tiefrot

- Stuttgart - Erstmals seit über zehn Jahren schreibt die Marke mit dem Stern rote Zahlen: Durch die Sanierung von Smart hat die Mercedes Car Group im ersten Quartal 2005 fast eine Milliarde Euro Verlust gemacht. Das Minus beim operativen Ergebnis betrug 954 Millionen Euro. Im Vergleichsquartal 2004 wurde noch ein Gewinn von 639 Millionen Euro erzielt.

Der Absatz der Mercedes-Gruppe (Mercedes-Benz, Smart, Maybach) sank - auch wegen der Modellwechsel - um sieben Prozent auf 247 000 Fahrzeuge. Mercedes-Benz erwarte den Wendepunkt in der Profitabilität bereits im zweiten Quartal, teilte die Konzernmutter Daimler-Chrysler mit.<BR><BR>Im Gesamtkonzern ging der operative Gewinn von 1,5 Milliarden Euro auf 628 Millionen Euro zurück. Das Konzernergebnis sank von 412 Millionen Euro auf 288 Millionen Euro. <BR><BR>Für das Gesamtjahr erwartet Daimler-Chrysler einen höheren Absatz und Umsatz. Im weiteren Jahresverlauf werde es noch Sonderbelastungen durch Smart in Höhe von 400 Millionen Euro geben. Der operative Gewinn des Vorjahres (5,7 Milliarden Euro) wird deshalb nicht in diesem Jahr erreicht.<BR><BR>Dennoch gibt es eine gute Nachricht für deutsche Mitarbeiter: Das Daimler-Chrysler-Werk in Bremen hat den Zuschlag für den Bau eines neuen Mercedes-Geländewagens bekommen. Der kleine Geländewagen wird unterhalb der M-Klasse angesiedelt. Um die Fertigung hatte sich auch das brasilianische Werk Juiz de Fora beworben. Der Betriebsrat machte erhebliche Zugeständnisse, um die 2008 beginnende Produktion nach Bremen zu holen. So werde es von 2008 an Samstagsschichten ohne Zuschläge geben. Zudem müssten die Mitarbeiter für Weiterbildung jährlich einen Tag Freizeit einbringen.

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