Société-Général-Händler wieder auf freiem Fuß

Paris - In der Spekulationsaffäre bei der französischen Großbank wird der verdächtige Börsenhändler Jérôme Kerviel wieder freigelassen. Das entschied ein Pariser Berufungsgericht. Kerviel solle noch im Laufe des Dienstags aus der Untersuchungshaft entlassen werden - allerdings unter "extrem strengen Auflagen".

So dürfe Kerviel den Großraum Paris nicht verlassen und auch keine Aktivitäten im Zusammenhang mit den Finanzmärkten betreiben. Der 31-Jährige müsse sich zudem einmal wöchentlich bei der Polizei melden.

Kerviel hat der Société Général mit ungesicherten Spekulationen auf den Deutschen Aktienindex DAX und andere Indizes einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro beschert. Das Bankhaus geht davon aus, dass Kerviel allein handelte. Der Händler saß seit 8. Februar wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Untreue in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 750 000 Euro.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Die EU-Kommission will die Risiken des Zusammenschlusses für den Wettbewerb in der Agrarchemie genauer unter die Lupe nehmen. Bayer reagiert darauf gelassen. Der Konzern …
Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Alles dauert viel länger als zunächst gedacht. Erst am 7. Oktober sollen wieder Züge auf der europäischen Hauptachse Rheintalbahn fahren. Bis dahin muss das Notkonzept …
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Eröffnung der Computerspielemesse Gamescom der Branche eine stärkere staatliche Förderung in Aussicht gestellt.
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen
Die Experten von Finanztest nahmen 231 Gehalts- und Girokonten von 104 Banken unter die Lupe. Einige Geldinstitute zocken bei den Gebühren so richtig ab. Dann ist die …
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen

Kommentare