Société-Général-Händler wieder auf freiem Fuß

Paris - In der Spekulationsaffäre bei der französischen Großbank wird der verdächtige Börsenhändler Jérôme Kerviel wieder freigelassen. Das entschied ein Pariser Berufungsgericht. Kerviel solle noch im Laufe des Dienstags aus der Untersuchungshaft entlassen werden - allerdings unter "extrem strengen Auflagen".

So dürfe Kerviel den Großraum Paris nicht verlassen und auch keine Aktivitäten im Zusammenhang mit den Finanzmärkten betreiben. Der 31-Jährige müsse sich zudem einmal wöchentlich bei der Polizei melden.

Kerviel hat der Société Général mit ungesicherten Spekulationen auf den Deutschen Aktienindex DAX und andere Indizes einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro beschert. Das Bankhaus geht davon aus, dass Kerviel allein handelte. Der Händler saß seit 8. Februar wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Untreue in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 750 000 Euro.

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