Software: Erste Zahlen aus USA wecken Sorge vor Berichtssaison

- Frankfurt - Die gesenkte Gewinnprognose des US-Softwareherstellers People-Soft hat die deutschen Börsen belastet. Der Deutsche Aktienindex Dax beendete den Handel mit einem Minus von 0,36 Prozent auf 3930,58 Punkte, während der M-Dax um 0,24 Prozent auf 4996,71 Punkte nachgab. Für den technologieorientierten Tec-Dax ging es um 0,73 Prozent auf 557,25 Punkte nach unten.

<P>Der direkte SAP-Konkurrent People-Soft habe mit seiner gesenkten Prognose die Märkte in ganz Europa ins Minus getrieben, sagte ein Händler in Düsseldorf. Die Anleger sorgten sich um den Verlauf der unmittelbar bevorstehenden US-Berichtssaison, nachdem mit People-Soft das erste Großunternehmen seine Prognose zurücknehmen musste. People-Soft machte das feindliche Übernahmeangebot von Oracle und das anschließende Kartellverfahren für die negative Entwicklung verantwortlich.<BR><BR>Bereits am Vortag hatten mehrere kleinere Softwareanbieter angekündigt, wegen der zögerlichen Investitionsbereitschaft der Kunden sei das Geschäft hinter den Erwartungen des Finanzmarktes zurückgeblieben. Schwächster Dax-Wert war dementsprechend die deutsche Software-Schmiede SAP, deren Aktie 2,29 Prozent auf 127,66 Euro verlor.<BR><BR>Die Siemens-Aktie konnte im späten Handel nach dem angekündigten Vorstandswechsel ihre Verluste nur kurzzeitig ausgleichen. Siemens-Chef Heinrich von Pierer will den Vorstandsvorsitz zur nächsten Hauptversammlung im Januar 2005 abgeben und den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Nachfolger Pierers solle Klaus Kleinfeld werden (siehe obenstehenden Bericht). "Kleinfeld ist als Strukturierer bekannt", sagte Händler Oliver Opgen-Rhein von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das werte der Markt positiv. Die Siemens-Aktie schloss dennoch mit minus 0,09 Prozent auf 56,82 Euro.<BR><BR>In den USA und Europa konnten sich die Börsen behaupten. <BR><BR>Der deutsche Rentenmarkt tendierte zur Kasse etwas schwächer. Die Umlaufrendite legte auf 3,93 (3,92) Prozent zu. Der Rex sank um 0,01 Prozent auf 117,63 Punkte. Der Bund-Future stieg 0,16 Prozent auf 113,83 Zähler.</P>

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