Software günstiger kaufen

Rabatte für Studenten: - Die Kosten für manches Computerprogramm sprengen das Budget gerade von Schülern und Studenten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sie deswegen mit Raubkopien arbeiten. Immer mehr Hersteller ködern diese Klientel deswegen mit Rabatten für ihre Software, in der Hoffnung auf zahlende Kunden im späteren Berufsleben.

Die Auswahl an vergünstigten Programmen ist groß. "Ich kenne praktisch keinen Softwarebereich, in dem es keine Rabatte gibt", sagt Wilfried Hendricks, Leiter des Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) an der TU Berlin. Das gilt nach Einschätzung von Fachleuten nicht nur für Klassiker wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation: "Auch aufwendige Grafiklösungen, Statistiksoftware oder Musikprogramme gibt es günstiger", sagt Peter Schüler von der Fachzeitschrift "c‘t".

Die Nachlässe sind zum Teil üppig, nicht nur bei populärer Software wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop. "Je nach Hersteller und Produkt sind 80 Prozent Rabatt durchaus möglich", erklärt Michael Kneier, Geschäftsführer des Internetversandhandels Cobra Vertrieb für Forschung & Lehre in Konstanz.

Zu den Softwareschnäppchen führen verschiedene Wege: Manche Bildungseinrichtungen, die über spezielle Vereinbarungen verfügen, informieren von sich aus über Sonderkonditionen. Falls nicht, lässt sich eine Recherche oft nicht vermeiden, erklärt Peter Schüler. Kleinere Softwarehäuser böten die Rabatte zum Teil nur im Direktvertrieb über ihre Webseite an. Die Chance, bekanntere Programme in speziellen Online-Shops zu finden, sei groß.

Neben www.cobra-shop.de sind www.educheck.de, www.cotec.de, www.unimall.de oder www.journeyed.de Anlaufstellen. Aber auch im Handel etwa in Computer-Geschäften oder größeren Buchhandlungen lässt sich die vergünstigte Software mitunter erwerben.

Üblicherweise müssen Anwender trotz eines Rabatts keine Abstriche machen. Nur selten werden Funktionsumfang oder Zeitraum der Nutzung eingeschränkt. Die Schnäppchen-Software darf aber meist nicht kommerziell eingesetzt werden.

Unterschiedlich fallen die Berechtigungen aus, die Software auch dann zu verwenden, wenn die Voraussetzungen für den billigen Kauf nicht mehr zutreffen. Entweder erlischt die Lizenz, in anderen Fällen wird die Versorgung mit Updates eingestellt. Nicht selten dürfen die Programme aber weitergenutzt werden. Doch die Zeit bleibt nicht stehen: Die Softwarehäuser setzen darauf, dass die Anwender irgendwann zu aktuelleren Versionen greifen - zum regulären Preis.

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