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Die große Koalition hatte im Zuge ihres Klimaschutzprogramms angekündigt, Solarstrom stärker auszubauen. Foto: Jens Büttner/zb/dpa

Hoffnung auf Klimapolitik

Solarbranche: Bei stärkerem Ausbau 50.000 neue Jobs möglich

Berlin (dpa) - Bei einem stärkeren Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik könnten bis 2040 aus Sicht der Branche rund 50.000 neue Jobs entstehen.

Derzeit gibt es rund 24.000 direkt Beschäftigte in der Photovoltaik-Branche, wie aus einer Studie der Marktforschungsfirma EuPD Research Sustainable Management im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft hervorgeht. In dieser sind in den vergangenen Jahren Tausende von Jobs abgebaut worden. Das lag vor allem an der zunehmenden Konkurrenz vor allem aus Asien bei der Fertigung von Solarprodukten.

Laut Studie müssen Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden als bisher geplant - um eine Stromerzeugungslücke infolge des geplanten Ausstiegs aus der Atomenergie sowie der Kohleverstromung in Deutschland zu vermeiden. Dadurch könnte der Branchenumsatz von derzeit fünf Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro steigen.

Die große Koalition hatte im Zuge ihres Klimaschutzprogramms angekündigt, Solarstrom stärker auszubauen. Dabei geht es auch um eine weitere Förderung. Bisher sollten neue Solarstromanlagen auf Gebäuden nicht mehr gefördert werden, sobald insgesamt eine Marke von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Kapazität erreicht ist. Die Bundesregierung will diesen Förderdeckel nun aufheben.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 den Anteil des Ökostroms aus erneuerbaren Energiequellen aus Wind und Sonne auf 65 Prozent zu steigern - in den ersten neun Monaten 2019 lag der Anteil am Bruttostromverbrauch nach Angaben der Energiebranche bei knapp 43 Prozent. 2022 geht das letzte Atomkraftwerk vom Netz, 2038 soll spätestens Schluss sein mit dem Strom aus Kohle.

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