Solarindustrie demonstriert gegen Kürzungen

Erfurt/Berlin - Die deutsche Solarindustrie sieht Zappenduster. Bundesumweltminister will die Subventione um 15 Prozent eindampfen. Jetzt gehen die Unternehmen auf die Straße.

Die deutsche Solarindustrie macht Front gegen die geplante Kürzung der Solarstrom-Förderung. An diesem Donnerstag seien bundesweit Aktionen geplant, an denen sich zahlreiche Firmen und deren Mitarbeiter beteiligen wollen, bestätigte ein Sprecher des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) am Dienstag Angaben Thüringer Unternehmen.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sollen die Aktionen "kurz vor 12" an mehreren Industriestandorten stattfinden. Offenbar soll es Kundgebungen in Berlin, Bitterfeld, Frankfurt an der Oder, Nürnberg und Köln geben.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Förderung neuer Solaranlagen zum 1. April um 15 Prozentpunkte reduzieren, bei Freianlagen auf Ackerflächen später um 25 Punkte. Die Förderung für das Einspeisen von Solarstrom ins Netz will Röttgen um bis zu 25 Prozent eindampfen.

Die Branche hält die Kürzung für zu hoch und zu früh und sieht Milliarden-Investitionen in neue Fabriken und tausende von Arbeitsplätzen gefährdet. Bei der Kontroverse geht es um die Vergütung von Solarstrom, der in die Netze eingespeist wird. Sie soll damit deutlich sinken.

kkr

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