Ostbahnhof ist für S-Bahnen wieder frei – noch immer herrscht Chaos

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Nicht vergessen, dem Fiskus Handwerkerkosten zu melden: Wer die eigenen vier Wände verschönern lässt, dem wird ein Teil der Rechnung von der Steuerschuld abgezogen.

Das sollten Sie bis Silvester erledigen

München - Die Wochen vor Jahresende sind die richtige Zeit, um Geldangelegenheiten anzugehen, die noch 2008 erledigt werden sollten. Wer jetzt handelt, kann hunderte Euro sparen oder spätere Nachteile vermeiden.

In einer kleinen Serie erklären wir, was Sie bis Silvester noch regeln sollten.

Außergewöhnliche Belastungen

Steuerzahler, die 2009 außergewöhnliche Aufwendungen hatten, für einen Arzt oder ein Krankenhaus, wegen einer Scheidung oder einer Beerdigung, können einen Teil davon als außergewöhnliche Belastung vom steuerpflichtigen Einkommen herunterrechnen (siehe Tabelle). Da vom Gesamtaufwand zuvor eine „zumutbare Belastung“ abgezogen wird, lohnt es sich, solche Ausgaben zu bündeln: Je mehr „Außergewöhnliches“ in einem Kalenderjahr angefallen ist, desto eher wird die Zumutbarkeitsgrenze überschritten.

Beispiel: Im Frühjahr 2010 ist eine größere Summe für einen neuen Zahnersatz zu bezahlen. Wird noch im Jahr 2009 (natürlich in Absprache mit dem Zahnarzt) eine Vorauszahlung darauf geleistet, so könnte die Grenze der Zumutbarkeit überwunden – und folglich Steuern gespart werden, wenn in diesem Jahr noch andere außergewöhnliche Belastungen angefallen sind, etwa der Kauf einer teuren Brille. Bei Bezahlung der Zahnersatzrechnung im Jahr 2010 kann es sein, dass sich in beiden Jahren der steuerrelevante Aufwand im Grenzbereich hält – mit der Folge, dass weder 2009 noch 2010 Geld vom Fiskus zurückfließt.

Autounfall

Wer 2009 einen selbst verschuldeten Unfall mit geringem Schaden (bis 500 Euro) von seiner Kfz-Haftpflichtversicherung hat regulieren lassen, der kann das Geld zurückzahlen. Das rettet den Schadenfreiheitsrabatt (falls der Versicherte sich verschlechtert haben sollte, was nicht bei allen Gesellschaften der Fall ist). Umgekehrt kann ein der Versicherung nicht gemeldeter Unfall noch bis Ende Dezember 2009 nachgemeldet werden. Das kann zwar eine Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt zur Folge haben – aber unterm Strich von Vorteil sein. Der Versicherer rechnet das vor.

Bausparen

Wer ein Bausparkonto und Anspruch auf die Wohnungsbauprämie hat, der sollte für 2009 den höchstmöglichen Betrag darauf einzahlen: Alleinstehende 512 Euro, Verheiratete 1024 Euro. Dann gibt’s die maximale Prämie von 45 bzw. 90 Euro. Die Einkommensgrenze beträgt 25 600 bzw. 51 200 Euro pro Jahr.

Betriebsausgaben

Fachleute sprechen vom „Hosentaschenprinzip“. Das bedeutet: Betriebsinhaber drücken ihre steuerwirksamen Einnahmen in dem betreffenden Jahr nur mit betrieblichen Ausgaben im selben Jahr. Ausnahmen gelten für regelmäßig wiederkehrende Leistungen wie Mieten und Zinsen, die zum Jahresanfang fällig werden. Übrigens: Betrieblich genutzte Gegenstände können bis zu 150 Euro (netto) komplett abgeschrieben werden – allerdings nur dann, wenn sie „selbstständig“ nutzbar sind, etwa ein Drucker.

Betriebskosten

Vermieter haben die Betriebskosten für ihre Wohnungen spätestens zwölf Monate nach dem letzten Abrechnungszeitraum mit den Mietern abzurechnen. Geschieht das später, so dürfen Nachzahlungen im Regelfall nicht mehr verlangt werden. Ist der Abrechnungszeitraum – wie meistens – das Kalenderjahr, so muss die Rechnung für 2008 bis Silvester 2009 bei den Mietern eingehen, sollen noch Nachberechnungen möglich sein. Bei späterem Eingang muss allerdings ein errechnetes Guthaben noch an den Mieter überwiesen werden.

Handwerkerleistung

Aufwand für den Handwerker in den eigenen vier Wänden kann erstmals für 2009 bis zu 1200 Euro zu einer Steuerrückzahlung führen. Und zwar wird die maßgebende Summe unmittelbar von der Steuerschuld abgezogen – also nicht nur vom steuerpflichtigen Einkommen, was nur entsprechend dem persönlichen Steuersatz zu einer Steuerermäßigung geführt hätte. Maßgebend sind die Lohn- nicht die Materialkosten. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des höchstmöglichen Betrages sind Kosten von mindestens 6000 Euro (20 Prozent davon ergeben 1200 Euro). Finanzamts-Bedingung: Unbare Zahlung!

Wolfgang Büser

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