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Deutsches Sonnenblumenöl in Schweden im Angebot: Kunden sauer – „Werden vera...“

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Von: Patricia Huber

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Während hierzulande Sonnenblumenöl Mangelware ist, ist es in Schweden im Angebot stammt auch noch aus Deutschland. Viele Verbraucher sind empört.

München - Wer viel kocht und vor allem frittiert, benötigt natürlich Öl. Besonders beliebt ist hierfür Sonnenblumenöl, da es meist besonders günstig ist. Doch seit Beginn des Ukraine-Krieges wurde genau dieses Speiseöl quasi zu flüssigem Gold. Denn die Ukraine gilt als einer der größten Sonnenblumenöl-Lieferanten. Durch den Krieg dürfte die Ernte in diesem Jahr jedoch überschaubar ausfallen. Diese Meldungen führten in den deutschen Supermärkten zu steigenden Preisen und Hamsterkäufen - bis die Regale leer waren.

Sonnenblumenöl: Andere Länder haben nicht mit Knappheit zu kämpfen

Mittlerweile grenzt es schon fast an ein Wunder, wenn man im Supermarkt eine Flasche des begehrten Öls entdeckt. Sollte man dennoch einmal so viel Glück haben, so dürfte ein Blick auf das Preisschild die Freude schnell trüben. Denn angesichts der Knappheit stieg auch der Preis extrem. Das Merkwürdige: Nur Deutschland scheint dieses Problem zu haben. In Ländern wie Tschechien, der Schweiz, Kroatien, Dänemark und vielen mehr ist hingegen kein Öl-Mangel in Sicht.

Doch den absurdesten Netzfund teilten gleich mehrere Twitter-User. Im schwedischen Warenhaus Öob war vergangene Woche Sonnenblumenöl im Sonderangebot. Soweit so gut. Aber das entsprechende Öl der Marke „Brölio“ stammt dem Etikett zufolge aus Deutschland. Und tatsächlich kommt die Herstellerfirma namens „Brökelmann + Co – Oelmühle GmbH + Co“ aus Hamm in der Nähe von Dortmund.

Sonnenblumenöl-Skandal? „Ihr verarscht euch selbst“

Jetzt ist die Aufregung groß. Viele Nutzer fragen sich, weshalb es in Schweden deutsches Sonnenblumenöl en masse zu kaufen gibt, während hier die Regale leer sind. Eine Twitter-Nutzerin hat dafür eine ganz simple Erklärung: „Die rennen wohl nicht wie die Bekloppten hin und kaufen alles leer, so wie wir.“

Ein anderer Nutzer formuliert es noch drastischer: „Wir werden verarscht.“ Doch auch für diese Aussage gibt es prompt Gegenwind.„Nicht wir werden verarscht, sondern ihr verarscht euch selbst. Bei mir reicht ein Liter Sonnenblumenöl ein Jahr. Das letzte Mal habe ich welches im Oktober letzten Jahres gekauft, also erwäge ich erst im Oktober wieder einen Liter zu kaufen. Alles andere ist dummes egoistisches Verhalten“, schimpft eine Nutzerin über die Hamster-Käufer.

So kommt es im Zuge des Ukraine-Konflikts in Deutschland zu Problemen bei der Verfügbarkeit von Sonnenblumenöl. Doch es gibt Alternativen, die als Ersatz verwendet werden können. (ph)

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags haben wir einen Tweet eingebunden. Wir haben diese Nachricht angesichts zahlreicher Nutzer-Hinweise inzwischen gelöscht und bitten unsere Leser um Entschuldigung.

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