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Sonne tanken, aber nicht ohne Schutz: Selbst billige Mittel haben eine gute Wirkung.

Sonnenschutzmittel: Die billigsten reichen völlig aus

Gut muss nicht teuer sein. Den jüngsten Vergleich von Sonnenschutzmitteln bestanden Billig-Produkte mit Bravour. Dagegen schwächtelten einige teure Parfümerie-Produkte.

Lichtschutzfaktor fünf oder zehn reicht meist nicht aus. Für blasse Mitteleuropäer mit empfindlicher Haut oder Wassersportler, die den ganzen Tag an der Sonne sind, empfehlen sich Lichtschutzmittel mit hohem Schutzfaktor. Für Kinder sowieso. Solche Lotions, Cremes und Sprays setzen sich bei Hautbewussten immer mehr durch. Die Stiftung Warentest untersuchte 21 Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktor 30. Das Ergebnis: Zuverlässiger Sonnenschutz muss nicht teuer sein.

Gute Aktionsware

Besonders günstig und „gut“ haben vor allem Sun Ozon Sonnen Milch von Rossmann für 2,50 Euro sowie Aldi (Nord)/Ombra Sun Care Sonnen Creme für 2,67 Euro für die Vergleichsmenge von 100 Millilitern abgeschnitten. Aber Achtung: Bei Aldi handelt es sich um Aktionsware, die möglicherweise nicht ständig zu erhalten ist.

Sprays kosten mehr

Für „gute“ Sprays muss man tiefer in die Tasche greifen. Für Nivea Sun Light Feeling Transparentes Spray und Garnier Ambre Solaire delial Transparentes Sonnenspray zahlt man 5,50 Euro und 4,80 Euro pro 100 Milliliter. Ob man ein Spray oder eine Lotion wählt, ist eine Frage der Vorliebe. Der eine sprüht, der andere cremt lieber. Die Unterschiede in den Produkteigenschaften sind jedenfalls nicht so enorm, wie die Marketingexperten sie gern darstellen.

Schutzfaktor verfehlt

Wichtig ist vor allem, dass die Mittel den aufgedruckten Lichtschutzfaktor einhalten. Er gibt an, wie stark sie vor den Ultraviolett-B-Strahlen schützen, die Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen. Die meisten bewältigen diese Testhürde „gut“. Alle halten auch den versprochenen Schutz vor den länger–welligen UVA-Strahlen ein. Noch immer gibt es Sonnenschutzmittel, die deutlich zu viel versprechen. Bei L’Oreal Solar Expertise Anti-Age Sonnenpflege Collagen-Schutz und Vichy Capital Soleil Sonnenschutz-Gel-Milch ist der Sonnenschutz um mehr als 20 Prozent niedriger als auf der Packung angegeben. Hier droht ein Sonnenbrand spürbar schneller, als nach der Deklaration zu erwarten wäre. Deshalb heißt das test-Qualitätsurteil „mangelhaft“.

Nicht wasserfest

Mit dem Aufdruck „wasserfest“ wird oft zu großzügig verfahren. Immerhin acht der getesteten Produkte erfüllen die Prüfanforderungen für die Aussage „wasserfest“ nicht. Diese Mittel kann man auch insgesamt nicht mehr „gut“ nennen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich unbedingt nach jedem Bad erneut einreiben.

Reichlich eincremen

Sonnenschutzmittel gehören zu den wenigen Kosmetika, deren Wirksamkeit eindeutig bewiesen ist. Trotzdem sollte man ihnen nicht die alleinige Verantwortung für die Haut überlassen, sondern sich auch mit Textilien vor den Strahlen schützen und häufiger mal im Schatten bleiben – und unbedingt die Anwendungshinweise auf den Verpackungen beachten. Besonders wichtig: Um den vollen Schutz zu bekommen, muss man sich reichlich eincremen. Ein Erwachsener braucht für den ganzen Körper etwa drei Esslöffel Sonnenmilch. Wird weniger aufgetragen, verringert sich auch die sonnenbrandfreie Zeit.

mm

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