+
Arne Schönbohm, Chef der Cyber-Abwehr BSI in Bonn.

Sorge um IT-Sicherheit 

„Tausende Angriffe auf Regierungsnetze“

  • schließen

München – Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, beobachtet mit Sorge eine wachsende Zahl von Angriffen auf das IT-Netz der Bundesregierung. „

Es gibt jeden Tag tausende Angriffe auf das Regierungsnetz“, sagte er im Interview mit unserer Zeitung. Darunter seien am Tag rund 20 hochspezialisierte Angriffe.

Auch für Verbraucher sind die Gefahren gestiegen: „Angriffe auf Privatnutzer finden täglich zigtausendfach statt“, sagte Schönbohm. Jeden Tag tauchten weltweit rund 400 000 neue Arten Schadsoftware auf. „Seit 2009 wird mit Cyber-Kriminalität mehr Geld verdient als mit Drogen“, sagte er. Internet-Nutzern riet er, sensible Daten auf externen Festplatten zu sichern.

Nach Schönbohms Ansicht bieten Smartphones derzeit aber die größte Angriffsfläche. „96 Prozent aller Schadprogramme für mobile Geräte laufen auf Android-Geräten“, warnte der BSI-Chef. Schönbohm forderte die Hersteller dazu auf, mehr in die Sicherheit zu investieren. „Als Kunde erwarte ich, dass mir die Hersteller sichere Produkte anbieten.“ Zwar hätten Google, Microsoft und Apple viel gelernt, trotzdem gebe es Lücken. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auftakt der Post-Tarifverhandlungen: Verdi fordert 6 Prozent
Der Deutschen Post geht es gut, auch dank des Paketbooms im Online-Handel. Also bezahlt die Beschäftigten doch endlich deutlich besser, fordert die Gewerkschaft Verdi. …
Auftakt der Post-Tarifverhandlungen: Verdi fordert 6 Prozent
Europa sagt USA und China den Kampf an: Die digitale Welt zurückerobern
Europa will zu den USA und China in der digitalen Welt aufschließen. Wie das funktionieren soll, war in diesem Jahr zentrales Thema der Digitalkonferenz DLD.
Europa sagt USA und China den Kampf an: Die digitale Welt zurückerobern
Die Weltwirtschaft boomt - doch wer hat etwas davon?
Der Weltwirtschaft geht es so gut wie lange nicht mehr. Das sagt unter anderem der IWF. Doch kommt der Wohlstand auch bei den einfachen Menschen an oder nur bei den …
Die Weltwirtschaft boomt - doch wer hat etwas davon?
Euro-Finanzminister billigen weitere Milliarden für Athen
Nach Jahren der Krise nähert sich Griechenland dem Ende des internationalen Hilfsprogramms. Im Sommer soll dies endgültig Geschichte sein - doch es gibt noch …
Euro-Finanzminister billigen weitere Milliarden für Athen

Kommentare