Sorglos in die Ferien fahren: Das Haus vor Einbrechern schützen

- Über die Sommerferien freuen sich nicht nur Schüler, sondern auch Einbrecher. Denn während sich Urlauber in der Ferne erholen, stehen Häuser und Wohnungen daheim leer. Eine leichte Beute für Langfinger, da nur die wenigsten Reisenden Schutzmaßnahmen treffen. Dabei lassen sich Einbrüche bereits mit relativ geringem Aufwand verhindern. Und die Investition lohnt sich: Nach Schätzungen der Polizei scheitert jeder dritte Einbruch an der Sicherheitstechnik.

<P>Sichere Türen & Fenster<BR>Benötigen Einbrecher länger als fünf Minuten, um ins Innere zu gelangen, machen sie sich meist wieder davon. Ein guter Schutz gegen Einbrüche sind daher alle Maßnahmen, die den Tätern das Handwerk erschweren. Dazu gehören einbruchhemmende Türen und Fenster, deren Widerstandskraft sich an Schutzklassen ablesen lässt.<BR>Für Haus- und Nebentüren empfiehlt die Polizei Produkte der Kategorie "2" und "3". Inklusive Montage kosten Haustüren dieser Art laut den Verbraucherzentralen ab 1500 Euro. Balkon- und Terrassentüren bietet der Fachhandel ab 350 Euro an. Fenster sollten mindestens Klasse "2" sein. Sie kosten mit Einbau ab 200 Euro.<BR>Wem das zu teuer ist, der kann seine Fenster mit zusätzlichen Sicherheitsbeschlägen preiswert nachrüsten. Das gilt auch für klapprige Wohnungstüren, die der Fachmann mit einem Querriegelschloss bereits ab 300 Euro sicherer macht.</P><P>Licht<BR>Bei einem Einbruchversuch spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Je dunkler es ist, desto wohler fühlen sich Diebe. Einfache Lampen mit Bewegungsmelder über den Außentüren sind oft schon eine wirkungsvolle Abschreckung.</P><P>Alarmanlagen<BR>Erweiterten Einbruchschutz bieten Alarmanlagen. Für Privathaushalte empfehlen sich geprüfte Anlagen der Klassen A und B. Wichtig: Von der Selbstmontage ist abzuraten, denn die große Auswahl unterschiedlicher Melder und Systeme kann am besten vom Fachmann zu einer verlässlichen Anlage zusammengestellt werden. Das hat jedoch seinen Preis: Kleine Systeme sind ab 2000 Euro zu haben, umfangreiche Anlagen kosten zwischen 7000 und 15 000 Euro.</P><P>Haushüter mieten<BR>Bei längerer Abwesenheit können Hausbesitzer auch professionelle Haushüter verpflichten. Diese versorgen Haustiere, schicken auf Wunsch die Post nach, gießen Blumen und pflegen den Garten. Solche Aufpasser vermittelt der Verband Deutscher Haushüter (www.vdha.de) für 40 bis 50 Euro pro Tag. Die kostenlose Variante: Nachbarn, Freunde oder Angehörige beauftragen.</P><P>Versicherung<BR>Ein Einbruch kann schwer wiegende finanzielle Folgen haben. Um den Schaden zu begrenzen, ist eine Hausratversicherung zu empfehlen. Sie deckt alle Verluste ab, die durch Dieb-stahl, Raub und Vandalismus entstehen. Versichert ist der gesamte Hausrat, von Möbeln, Gardinen, Wäsche, Schrankinventar bis hin zu Elektrogeräten, Musikinstrumenten und Sportgeräten. Die Police für eine 80 m2 große Wohnung kostet je nach Wohnort zwischen 50 und 150 Euro pro Jahr, ein Einfamilienhaus mit 120 m2 ist für 120 bis 350 Euro jährlich zu versichern. Die Prämie hängt stark davon ab, in welche Tarifzone (Risikoklasse) die Versicherungsgesellschaft den Wohnort eingestuft hat.</P>

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