Sozialverbände fordern Korrekturen bei Riester-Rente

Stuttgart - Die Riester-Rente muss nach Ansicht von Sozialverbänden dringend verbraucherfreundlicher gestaltet werden. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, forderte strengere staatliche Vorgaben.

Derjenige, der einen entsprechenden Vertrag abschließe, müsse auch Klarheit haben, was er am Ende zu erwarten habe. Derzeit herrsche bei der Riester-Rente “große Unübersichtlichkeit“, sagte sie im Gespräch mit den “Stuttgarter Nachrichten“ zufolge. Es bestünden je nach Produkt und Anbieter erhebliche Unterschiede. Mascher wörtlich: “Das ist angesichts der Steuermittel, die zur Förderung der zusätzlichen Altervorsorge eingesetzt werden, ein richtiges Ärgernis.“ Unabhängige Beratung sei kaum zu erhalten.

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Der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, forderte, die Riester-Rente zwingend in die jährliche Renteninformation einzubeziehen. Es sei nötig, dass eine vollständige Übersicht über die zu erwartenden Leistungen der Altersvorsorge gewährleistet werde. Insbesondere die Frage nach einem individuell sinnvollen Riester-Produkt sei für viele Interessenten ein Problem.

“Dies ist vor allem eine Folge mangelnder Transparenz vieler Riester-Produkte“, sagte Bauer der Zeitung zufolge. Am Montag hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) ein Gutachten vorgestellt, demzufolge viele Riester-Produkte zu teuer sind und die Verbraucher über Kosten gar nicht oder nur mangelhaft informieren. Der Verband forderte Preisschilder für Finanzprodukte, Marktwächter und staatliche Non-Profit-Produkte.

AP

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