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Der spanische Finanzminister Luis de Guindos

Regierung dementiert Eigennutzung

Spanien: Nur Banken brauchen EU-Hilfen

Madrid - Die von der EU zugesagte Finanzhilfe von bis zu 100 Milliarden Euro zur Sanierung der spanischen Banken soll ausschließlich für die Rekapitalisierung der maroden Geldhäuser benutzt werden.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos wies am Samstag Medienberichte zurück, wonach die Regierung in Madrid erwäge, einen Teil zur Stabilisierung der kritischen spanischen Finanzen zu verwenden.

De Guindos versicherte bei einer Pressekonferenz, dass die für die Banken benötigte Summe „wesentlich geringer“ ausfallen werde als die von der Eurogruppe in Aussicht gestellten 100 Milliarden Euro. Der endgültige Betrag liege in der Nähe der vom US-Beratungsunternehmen Oliver Wyman geschätzten 60 Milliarden Euro. Oliver Wyman will am kommenden Freitag den genauen Betrag bekanntgeben, den die angeschlagenen spanischen Banken für ihre Sanierung benötigen.

De Guindos sagte weiter, dass die Regierung in Madrid noch nicht entschieden habe, ob sie das neue Ankaufprogramm für Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank in Anspruch nehmen werde. Voraussetzung dafür ist, dass Spanien einen Antrag auf Nothilfe beim EU-Rettungsschirm stellt. Ein solcher Antrag würde strenge Auflagen nach sich ziehen. „Die Regierung wird das tun, was sie tun muss, ohne etwas zu überstürzen“, betonte der Wirtschaftsminister.

dpa

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