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Besser als Befürchtungen

"Spanien braucht 60 Milliarden für Banken"

Wien - Die österreichische Finanzministerin und der spanische Wirtschaftsminister sind sich einig: Das schuldengeplagte Spanien wird kaum mehr als 60 Milliarden Euro Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Spanien wird für seine maroden Banken nach Einschätzung der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter rund 60 Milliarden Euro brauchen. Der Bedarf werde weit unter den von Brüssel zugesagten 100 Milliarden Euro liegen, sagte die konservative Politikerin der österreichischen Zeitung „Standard“ vom Montag.

Die spanische Regierung hat angekündigt, den Finanzbedarf ihrer Geldhäuser Ende September offiziell bekanntzugeben. Die EU-Kommission hatte Spanien im Juni Bankenhilfe im Umfang von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Als Soforthilfe stehen davon 30 Milliarden Euro zur Verfügung. Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte am Wochenende in Nikosia, von diesem Angebot müssten wahrscheinlich höchstens 62 Milliarden Euro beansprucht werden.

„Es geht nur um einen kurzfristigen Aufschub"

Der Bedarf liege in etwa um 60 Milliarden Euro, sagte nun auch Fekter. „Dann muss Spanien einige technische Dinge aufstellen, es muss einen Fonds geben, der den Mittelzuschuss abwickelt.“ Gleichzeitig müsse die Regierung die Vorgaben der EU-Kommission zum übermäßigen Defizit erfüllen: „eine Megaherausforderung“.

Griechenland könnten die Geldgeber nach Aussage von Fekter höchstens eine kurze Verschnaufpause bei seinen Reformen gönnen: „Es geht nur um einen kurzfristigen Aufschub.“ Die Beurteilung der Troika aus EU, Internationalem Währungsfond und Europäischer Zentralbank (EZB) hänge davon ab, was Athen an Privatisierungs- oder anderen Reformmaßnahmen liefere. Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hatte erst am Wochenende um zwei Jahre Aufschub bei den drastischen Sparauflagen für sein pleitebedrohtes Land gebeten.

dpa

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