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Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Gespräch mit Gikas Hardouvelis, dem scheidenden Finanzminister Griechenlands.

Stetiges Wachstum

Spanien erlebt stärksten Wirtschaftsaufschwung seit sieben Jahren

Madrid - In der Schuldenkrise gehörte Spanien neben Griechenland zu den größten Sorgenkindern - mit einer mehrjährigen Rezession und riesiger Arbeitslosigkeit. Jetzt meldet sich die Nummer 4 der Eurozone eindrucksvoll zurück.

Nach einer mehrjährigen Durststrecke Rezessionsjahren kommt Spaniens Wirtschaft immer stärker in Schwung. Im vierten Quartal 2014 legte die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent zu. Das teilte das Statistikamts INE am Freitag in Madrid mit. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem Schlussquartal 2007.

Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP im Schlussquartal um 2,0 Prozent. Dank dieses fulminanten Jahresendspurts lag die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr unter dem Strich um 1,4 Prozent über dem Vorjahr. Damit liegt Spanien fast auf Höhe Deutschlands mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Allerdings hinkt der Vergleich: Während sich die größte Wirtschaft Europas in den Vorjahren dem Sog der Euro-Schuldenkrise entziehen und immerhin Mini-Wachstum verbuchen konnte, war die spanische Wirtschaft zuvor jahrelang auf Schrumpfkurs.

Für 2015 geht die Regierung bislang von einem nochmals beschleunigten Wachstum von 2,0 Prozent aus. Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte in der vorigen Woche allerdings, dass sogar eine Marke von fast drei Prozent möglich sein könne. Er kündigte für April eine Korrektur der offiziellen Wachstumsprognose nach oben an.

Derweil beschleunigt sich in Spanien der Rückgang der Verbraucherpreise. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ging das Preisniveau im Januar um 1,5 Prozent zurück, teilte INE mit. Im Dezember hatte der Rückgang noch bei 1,1 Prozent gelegen.

dpa

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