Spanischer Energiekonzern verklagt E.ON

- Madrid - Im Übernahmekampf um den größten spanischen Stromversorger Endesa wird das Wirrwarr der Gerichtsverfahren immer größer. Der spanische Energiekonzern Gas Natural reichte vor einem Gericht in New York eine Klage gegen den deutschen Rivalen E.ON ein.

Weiterhin stellte der Konzern den Antrag, das Übernahmeangebot des Düsseldorfer Energie-Riesen für Endesa bis auf weiteres auszusetzen. Das in Barcelona ansässige Unternehmen begründete seine Klage nach spanischen Presseberichten damit, dass E.ON in seiner - bei der New Yorker Börsenaufsicht vorgelegten - Offerte "falsche und irreführende Angaben" gemacht habe.

Die Deutschen hätten nicht erwähnt, dass sie vor ihrem Angebot bei Endesa Informationen eingeholt hätten. Außerdem habe E.ON verschwiegen, dass das Unternehmen mit der Endesa-Führung Absprachen getroffen habe. Gas Natural hatte vor gut einem Jahr ein Übernahmeangebot für Endesa vorgelegt, das später von E.ON in einer Gegenofferte deutlich übertroffen wurde. E.ON hatte seinerseits vor dem New Yorker Gericht eine Klage gegen Acciona erhoben.

Der spanische Bau- und Dienstleistungskonzern ist mit einem Kapitalanteil von 20 Prozent der größte Aktionär von Endesa. E.ON warf Acciona vor, beim Kauf der Endesa-Anteil unrichtige Angaben gemacht zu haben. Neben den beiden Klagen in den USA ist in Spanien wegen des Übernahmekampfes eine Reihe von Verfahren vor drei Gerichten anhängig.

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