Spar macht in Poing dicht: 140 Stellen weg

- Poing - Die Übernahme der Spar-Handels-AG durch Edeka kostet die 140 Beschäftigten im Spar-Auslieferungslager in Poing ihren Arbeitsplatz. Das dortige Logistikzentrum wird geschlossen. Nur wenige Tage zuvor hatte das Kartellamt seine Zustimmung zu der Elefantenhochzeit im Einzelhandel gegeben.

Mitarbeiter wie Gemeinde reagierten schockiert auf die Nachricht. Vor zwei Jahren erst hatte das Escada-Logistikzentrum mit fast 120 Mitarbeitern zugemacht. Christina Werthner, Sprecherin des Schenefelder Lebensmittelhändlers, sagte auf Anfrage: "Es wird einen fließenden Übergang geben, der Betrieb wird noch bis ins nächste Jahr hinein laufen." Mitarbeiter des Spar-Lagers in Poing berichteten gestern unserer Zeitung, sie seien darüber informiert worden, dass bereits am 2. Januar der Betrieb eingestellt werde. Auf einer Betriebsversammlung waren die Mitarbeiter von der überraschenden Schließung informiert worden.

Neben Poing werden auch noch die Logistikzentren in Langenfeld, Mittenwalde und Ellhofen geschlossen. Allein in Mittenwalde sind 550 Mitarbeiter betroffen. Insgesamt sollen der Fusion von Spar und Edeka bis zu 1700 der rund 3200 Stellen im Großhandel von Spar dem Rotstift zum Opfer fallen, berichtet das "Handelsblatt".

Spar-Sprecherin Christina Werthner kündigte an, dass Edeka den Angestellten Jobangebote machen werde - auch in Poing. Allerdings befinden sich die nächsten Edeka-Lager in Trostberg, Traunstein, Straubing und Ingolstadt.

Etwa 80 Prozent der Mitarbeiter sind seit über 20 Jahren im Spar-Lager beschäftigt, die meisten der 140 Angestellten zwischen 40 und 50 Jahre alt. Spar-Sprecherin Werthner versprach gestern, dass Sozialverhandlungen aufgenommen würden.

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