Sparbuch vor Lebensversicherung: Wie die Europäer ihr Geld anlegen

- Nürnberg - Nach wie vor bevorzugen Westeuropäer bei der Wahl der Anlageform das risikoarme Sparbuch. Allerdings mit leicht sinkender Tendenz. Das zeigt das aktuelle Investmentbarometer von GfK Custom Research Worldwide. Wenn Westeuropäer ihr Geld anlegen, setzen 52 Prozent auf Sparanlagen. An zweiter Stelle folgen mit 39 Prozent Lebensversicherungen und Pensionskassen. Und die Zahl derer, die angibt, derzeit in keine Anlageform zu investieren, stieg in den letzten sechs Monaten um sechs Prozentpunkte auf 30 Prozent.

<P>Mit dem Alter der Sparer steigt in den meisten Ländern auch deren angespartes Vermögen. Durchschnittlich geben 20 Prozent der Westeuropäer über 50 Jahren an, mehr als 50 000 Euro Privatvermögen zu besitzen. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es elf Prozent und unter den 14- bis 29-Jährigen acht Prozent.<BR>Im westeuropäischen Vergleich bilden Deutschland und Frankreich das Schlusslicht: Bei den Sparern zwischen 30 und 49 Jahren beziffern gerade mal vier Prozent ihr gespartes Vermögen auf über 50 000 Euro. <BR><BR>In Westeuropa halten die Schweizer klar die Spitzenposition: 38 Prozent der Befragten verweisen auf ein Vermögen von mehr als 50 000 Euro. Mit etwas Abstand folgen die Belgier mit 28 Prozent. Länderübergreifend haben 15 Prozent der Westeuropäer mehr als 50 000 Euro Privatvermögen angesammelt, das sind drei Prozentpunkte weniger als ein halbes Jahr zuvor. Im westeuropäischen Ranking finden sich die Deutschen, von denen sieben Prozent angeben, 50 000 Euro und mehr angespart zu haben, am Schluss. Davor konnten sich die Franzosen mit acht Prozent platzieren. Weniger auf die hohe Kante legen konnten nur die Bürger Zentral- und Osteuropas. Hier geben zwei Prozent der Bevölkerung an, über ein Anlagevermögen von über 25 000 Euro zu verfügen. Nur die Slowenen und Türken mit jeweils 13 Prozent haben überdurchschnittlich viel Vermögen angespart. Um die Ergebnisse mit den westlichen Ländern vergleichen zu können, wurde für Zentral- und Osteuropa ein Richtwert von 25 000 Euro statt 50 000 Euro veranschlagt.<BR></P>

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