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Wer die richtige Geldanlage für sich sucht, braucht viele Informationen und eine gute Beratung.

Sparen gewusst wie – Die richtige Geldanlage für Privatpersonen

Sparbuch, Festgeldkonto, Bausparvertrag – wohin mit dem Geld? Viele Sparer sind verunsichert, wie sie in Zeiten von Wirtschaftskrise und Bankenpleiten ihr Geld am besten anlegen. Die meisten von ihnen suchen eine sichere Geldanlage mit einer hohen Rendite, bei der sie kurzfristig über das Geld verfügen können. Viele Anlageformen erfüllen diese Kriterien – einige mehr, andere weniger.

Das Sparbuch – die klassische Geldanlage ohne Risiko

Fast die Hälfte der Bevölkerung hält laut einer Forsa-Umfrage an der Geldanlage Sparbuch fest, obwohl es inzwischen rentablere Alternativen gibt. Vor allem ältere Menschen schätzen die Vorteile dieser Geldanlage: Ein Sparbuch ist einfach zu handhaben, praktisch risikofrei und lohnt sich auch für geringe Summen, da meist keine Kontogebühren anfallen.

Bei einem klassischen Sparbuch zahlen Sie Geldbeiträge ein, über die Sie jederzeit verfügen können. Auf Beträge ab 2.000 Euro müssen Sie jedoch drei Monate warten. Die Zinsen, die ein Sparbuch abwirft, sind im Vergleich zu anderen Formen der Geldanlage sehr gering. Sie liegen bis auf wenige Ausnahmen zwischen 0,5 und 1,2 Prozent im Jahr.

Das Sparbuch ist eines der sichersten Produkte der Bankwirtschaft überhaupt. Zum einen garantiert der Staat für Ihr eingezahltes Geld, zum anderen zahlen die Banken und Sparkassen freiwillig in Sicherungsfonds ein.

Das Tagesgeldkonto für kurzfristiges „Geldparken“

Ein Tagesgeldkonto ist eine Geldanlage, bei der das verzinste Sparguthaben auf unbestimmte Zeit angelegt wird und täglich in voller Höhe verfügbar ist. Die meisten Inhaber nutzen ein Tagesgeldkonto, um vorübergehend Ersparnisse zum Beispiel vom Girokonto darauf zu parken. Ein gutes Tagesgeldkonto ist kostenlos und sicher. Im Gegensatz zum Sparbuch können Sie jederzeit über das gesamte Geld verfügen und bekommen höhere Zinsen.

Die Verzinsung hängt vom Geldmarkt ab und kann sich deshalb ständig ändern. Die Banken bieten sehr unterschiedliche Konditionen an. Die Zinsen liegen je nach Einlage und Bank momentan von 2 bis 3 Prozent pro Jahr. Geldinstitute haben oft attraktive Angebote für Neukunden, die jedoch zeitlich befristet sind. Direktbanken zahlen meist höhere Zinsen auf Tagesgeld als Filialbanken. Ein Tagesgeld-Vergleich der verschiedenen Banken im Internet empfiehlt sich, bevor Sie ein entsprechendes Konto einrichten.

Mit dem Festgeldkonto langfristig sparen

Ein Festgeldkonto ist eine sichere Geldanlage für Sparer, die ihr Geld längerfristig binden können. Es lohnt sich, wenn Sie Ihr Geld auf mehrere Jahre fest anlegen, da die Zinsen dann entsprechend höher ausfallen. Eine Auszahlung des Geldes ist vor dem Ende der Laufzeit nicht möglich. Die Sicherheit ist sowohl beim Festgeld als auch beim Tagesgeld staatlich garantiert.

Verglichen mit dem Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch sind Festgeldzinsen relativ hoch. Sie belaufen sich zum Beispiel bei einer Summe von 10.000 Euro, die auf vier Jahre angelegt wird, je nach Bank auf über 4 Prozent. Die Zinsen werden bereits bei Kontoabschluss vereinbart und ändern sich während der gesamten Laufzeit nicht mehr.

Direktbanken bieten in der Regel höhere Zinsen an. Ein Online-Festgeldvergleich ist sinnvoll, wenn Sie wissen wollen, mit welcher Bank Sie die bestmögliche Rendite erwirtschaften.

Investmentfonds – eine Geldanlage mit Risiko

Investmentfonds sind eine Geldanlage zur Vermögensbildung. Das Geld der Anleger fließt in einen gemeinsamen Topf oder Fonds, der von einer Kapitalgesellschaft verwaltet wird. Diese legt Ihre Fondsanteile in Aktien, Anleihen oder Immobilien an. Eine Faustregel lautet: Je mehr Sicherheit ein Fonds verspricht, umso geringer fällt die Rendite aus. Vermögensanlagen wie Renten, Bundesschatzbriefe und Immobilien gelten als relativ sicher.

Ein hoher Anteil zum Beispiel an Aktien verspricht eine hohe Rendite. Aktien sind jedoch stark von Kurschwankungen abhängig. Dadurch steigt das Risiko, mit dem Kauf von Aktien Kapital zu verlieren. Erwerben Sie möglichst eine Mischung aus Fondsanteilen mit unterschiedlichem Risiko. Macht ein Wertpapier Verluste, kann dies durch die breite Streuung bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.

Nur wer auf das investierte Geld im Notfall auch verzichten könnte, ist gut beraten, sein Kapital in Investmentfonds anzulegen.

Der Bausparvertrag – die Geldanlage für Bauherren

Wenn Sie ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen möchten, schließen Sie einen Bausparvertrag ab. Sie vereinbaren gemeinsam mit einer Bausparkasse die Bausparsumme zu einem vertraglich festgelegten Tarif. Während der Ansparphase von mehreren Jahren zahlen Sie in monatlichen Raten bis zu 50 Prozent der Summe als verzinstes Guthaben ein. Damit erwerben Sie das Recht auf ein zinsgünstiges Darlehen. Am Ende der festgelegten Spardauer erhalten Sie die volle Bausparsumme bestehend je zur Hälfte aus dem eigenen Guthaben und einem Bauspardarlehen.

Bausparer werden vom Staat gefördert: Alleinstehende mit einem Einkommen unter 25.600 Euro (Verheiratete unter 51.200 Euro) pro Jahr haben das Recht auf eine Wohnungsbau-Prämie, Angestellte profitieren von der Arbeitnehmersparzulage. Die Riester-Förderung in Verbindung mit einem Bausparvertrag (Wohn-Riester) wird ebenfalls vom Staat unterstützt. Bausparen lohnt sich vor allem für Anleger, die ein konkretes Bauvorhaben haben.

Bevor Sie sich für eine Form der Geldanlage entscheiden, sollten Sie unbedingt mit einem unabhängigen Berater sprechen. Dann gehen Sie kein unnötiges Risiko ein und Ihr Geld ist auch in der Krise sicher.

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