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Mini-Zinsen und strengere Politik-Auflagen machten das Geschäft nicht leicht, so Sparkassen-Präsident Theo Zellner.

Mehr Kundengelder, weniger Konten

Trotz Überschuss: Sparkasse schließt 34 Filialen

München - Bayerns Sparkassen haben im vergangenen Jahr einen Millionen-Überschuss erwirtschaftet. Dennoch müssen im Freistaat 34 weitere Filialen geschlossen werden

Mehr Kundengelder, weniger Konten: Die Sparkassen in Bayern haben nach eigener Einschätzung ein solides Jahr hinter sich. Allerdings werde das Geschäft angesichts der Mini-Zinsen und strengerer Auflagen der Politik nicht einfacher, sagte der Präsident des Sparkassenverbands, Theo Zellner , am Mittwoch in München. Der Überschuss der 72 kommunalen Geldhäuser im Freistaat sei im vergangenen Jahr aber von 375 auf 393 Millionen Euro gestiegen.

Allerdings hatte der Verband vor einem Jahr noch einen stolzen Gewinn von 470 Millionen Euro vermeldet - das waren allerdings nur vorläufige Zahlen, wie eine Sprecherin des Verbands erklärte. Vor der endgültigen Bilanz entschieden sich im vergangenen Jahr noch etliche Mitgliedssparkassen, ihre Vorsorge für die strengere Bankenrichtlinie Basel III deutlich aufzustocken, so dass der zunächst verkündete Gewinn am Ende um 95 Millionen auf 375 Millionen Euro schrumpfte.

Gestiegen sind im vergangenen Jahr die Kundeneinlagen bei den Sparkassen, trotz der dauerhaft niedrigen Zinsen. Die Summe kletterte leicht um 2,6 Prozent auf inzwischen fast 139 Milliarden Euro. Die Zahl der Konten, Sparkonten oder Termingeldkonten schrumpfte hingegen - ebenso die Zahl der Filialen im Land. Wie die Geschäftsbanken können sich Sparkassen, aber auch Volks- und Raiffeisenbanken dem Wandel im Kundenverhalten nicht entziehen. Die Sparkassen machten 2012 bayernweit 33 Geschäftsstellen und 11 Beratungscenter dicht, haben mit 2409 Geschäftsstellen aber noch immer ein dichtes Filialnetz.

Von einem Rückzug aus der Fläche will Zellner auch nichts wissen Eine Schließung von Filialen im großen Stil stehe nicht zur Debatte. Das Online-Banking werde zwar auch für die Sparkassen immer wichtiger, dennoch könne es das persönliche Gespräch mit einem Bankberater nicht ersetzen. Mit rund 45 000 Beschäftigten in Bayern sind die Sparkassen nach Angaben von Zellner der größte Arbeitgeber nach BMW und Siemens. Durch die Übernahme der Bausparkasse LBS gewinnen die Sparkassen nochmals mehrere hundert Beschäftigte hinzu.

dpa

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