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Sparkasse, Volksbank & Co.: App klaut Bankdaten - Kunden sollten Smartphones prüfen

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Die App der Sparkasse auf einem Smartphone: Hinter einer scheinbar harmlosen App für QR-Codes verbirgt sich ein Trojaner, der unter anderem Zugänge zu Bankkonten klauen könnte. 
Hinter einer scheinbar harmlosen App für QR-Codes verbirgt sich ein Trojaner, der unter anderem Zugänge zu Bankkonten wie etwa der Sparkasse klauen könnte.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Hinter einer scheinbar harmlosen App für QR-Codes verbirgt sich ein Trojaner, der unter anderem Zugänge zu Bankkonten wie etwa der Sparkasse klauen könnte. Davor warnen mehrere Berichte.

Frankfurt - Vor allem Kunden großer Banken wie der Sparkassen* oder Volksbanken geraten immer wieder ins Visier von Betrügern. Auch Apps können dabei auf Smartphones Bankdaten klauen: Der „QR Code & Barcode - Scanner“ soll laut dem Technikmagazin Chip.de der Schadsoftware TeaBot Zugriff auf Smartphones verschaffen. Diese QR Code-App konnte bis vor kurzem im Google Play Store heruntergeladen werden und ist auch funktionsfähig.

Sparkassen, Volksbanken & Co.: Trojaner kann Zugangsdaten von Banking-Apps erbeuten

Was den Nutzern aber verborgen bleibt: Wenn der App in einem Pop-up-Fenster die Erlaubnis für ein Update erteilt wird, installiert diese die Schadsoftware auf dem Smartphone. Der Trojaner TeaBot kann dann den Bildschirm übernehmen, die Anmelde-Seite von Apps simulieren und so Zugangsdaten von Banking-Apps wie jene von der Sparkasse und der Volksbank erbeuten.

Die Schadsoftware kann mittlerweile laut Chip.de über 400 Apps nachahmen. Dazu könnten auch die Anwendungen großer deutscher Bankenverbände wie der Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank und Deutschen Bank gehören.

Laut dem Technikmagazin pcwelt.de gab es schon erste Opfer in Hongkong, USA und Russland. Die App wurde bis dahin über 10.000 Mal heruntergeladen und hatte positive Bewertungen. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr im Play Store erhältlich.

Schadsoftware auf dem Handy? Was Android-Nutzer tun können – Smartphone auf zurücksetzen

Doch wie findet man heraus, ob man selbst betroffen ist? Android-Nutzer sollten in der Liste ihrer Anwendung nach dem „QR Code Scanner: Add-On“ suchen. Laut Chip.de versteckt sich dahinter die Schadsoftware, die für Kunden von Sparkassen, Volksbanken und Co. zur echten Stolperfalle werden kann. Falls Sie diesen Namen in ihrer Liste entdecken, löschen sie die App sofort und setzen Sie ihr Smartphone auf Werkseinstellung zurück. Außerdem sollten Sie Ihre Bankaccounts überprüfen, Ihre Bank informieren und die Zugangsdaten ändern.

Generell gilt: Wenn eine App eine Erweiterung oder ein Update in einem Pop-up-Fenster installieren will, sollten Smartphone-Nutzer misstrauisch sein, erklärt pcwelt.de. Denn diese Installation sollte normalerweise direkt über den Google Play Store funktionieren* und nicht auf andere Seiten führen. (lma) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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