Sparkassen künftig als Aktiengesellschaften?

- Frankfurt - Die deutschen Privatbanken wollen das Sparkassen-Lager aufbrechen und die künftige Struktur des Kreditgewerbes alleine dem Markt überlassen. "Es kommt darauf an, gegen den Widerstand der Politik durchzusetzen, dass private Banken Sparkassen kaufen können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Banken, Manfred Weber.

<P>Unterdessen hat auch ein prominenter Vertreter der Sparkassenseite einen Vorstoß in diese Richtung gewagt: Der Chef der Hamburger Sparkasse (Haspa), Karl-Joachim Dreyer, kritisierte den Sparkassenverband DSGV. Dieser habe sich möglicherweise "zu lange für den Erhalt der öffentlich-rechtlichen Rechtsform eingesetzt", sagte Dreyer der "Zeit". "Man muss aber keine öffentlich-rechtliche Sparkasse sein, um den Mittelstand in strukturschwachen Gebieten zu finanzieren. Das ist für mich nicht zwingend, das kann man auch in Form der Aktiengesellschaft machen", erklärte der Chef der größten deutschen Sparkasse.</P><P>Dreyer sprach sich aber gegen die Übernahme durch Großbanken aus. "Die Gemeinwohlorientierung und die Präsenz vor Ort müssen auf alle Fälle erhalten bleiben. Das ist die Philosophie aller Sparkassen."</P><P>Die Unterstellung, die Großbanken wollten nur die attraktiven Sparkassen in den Ballungsgebieten übernehmen, um so ihre Marktanteile anzuheben, wies der Verbandssprecher Weber zurück. Auch die Gefahr, dass es wie in Großbritannien zu weißen Flecken komme, in denen kleine Unternehmen oder Privatkunden keinen Zugang zu Krediten oder gar Girokonten hätten, bestehe nicht.</P>

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