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Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon.

Reformen notwendig

Sparkassen-Präsident kritisiert EZB-Geldpolitik

Berlin - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat seine Kritik an der lockeren Geldpolitik in der Eurozone bekräftigt.

„Die Europäische Zentralbank ist am Ende ihres Lateins“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands der „Berliner Zeitung“ (Samstag). Fairerweise müsse man aber sagen: „Das liegt auch daran, dass die Regierungen der Eurozone sie in diese schwierige Lage gebracht haben. Stück für Stück wird die EZB zu einer Art europäischer Ersatzregierung. Das ist aber nicht ihre Aufgabe.“

Er erwarte von der EZB ein „klares Signal an die Mitgliedstaaten“, dass sie nicht länger darauf vertrauen könnten, dass die Geldpolitik die Hausaufgaben für sie erledige. „Jetzt müssen die Länder die Arbeit selbst übernehmen, mit Reformen und Investitionen“, so Fahrenschon. Europas Währungshüter hatten zuletzt ihre Geldpolitik wegen des schwachen Wachstums und der geringen Inflation weiter gelockert. Am Donnerstag (2.10.) kommt der EZB-Rat in Neapel zu seiner auswärtigen Sitzung zusammen.

Europa ist nach Ansicht Fahrenschons zudem zu wenig auf die Ergebnisse der laufenden Bankenstresstests vorbereitet. „Europa legt einen heißen Ritt hin.“ Seiner Ansicht nach muss Qualität vor Schnelligkeit gehen. „Stattdessen geht es nach dem Motto Augen zu und durch“, so der Sparkassen-Präsident. Dafür seien die Finanzmärkte und die Rückkopplungen aber zu komplex.

dpa

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