Sparkassen sehen sich nach EU-Beschluss gestärkt

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Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Beschluss der EU-Kommission zu Gunsten der deutschen Sparkassen sehen sich die öffentlich- rechtlichen Institute gestärkt für den Kauf der Berliner Sparkasse. "Wir haben das Interesse, dass wir Berlin als öffentlich-rechtliche Sparkasse am Markt halten".

Das sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. "Ich bemühe mich derzeit darum, ob wir ein gemeinsames Angebot der Sparkassen insgesamt zu Stande bringen." Ein Konsortium könnte schon "in Bälde fertig sein".

Nach monatelangem Streit hatte die EU-Kommission am Mittwoch einen Kompromiss zum Sonderschutz für Sparkassen gebilligt. Ausgelöst worden war die Kontroverse durch die für 2007 vorgesehene Veräußerung der früheren Bankgesellschaft Berlin, zu der die Berliner Sparkasse gehört. Brüssel hatte Milliardenhilfen für das einst angeschlagene Institut unter Auflagen genehmigt. Nach der Brüsseler Entscheidung dürfte im Fall Berlin auch ein möglicher private Käufer den Namen "Sparkasse" weiterhin nutzen.

"Mit dieser Insellösung können wir leben, der Sonderfall Berlin ist klar begrenzt", sagte Haasis. Zum Verkauf des Anteils von 81 Prozent, den das Land Berlin an der früheren Bankgesellschaft hält, betonte Haasis jedoch: "Für uns ist wichtig, dass möglichst jemand zum Zug kommt, der im Bereich der öffentlich-rechtlichen Gruppe ist." Nach Expertenansicht ist der Berliner Anteil mindestens vier Milliarden Euro wert. "Natürlich bieten wir nicht auf Teufel komm' raus", sagte Haasis. Wer aus der Finanzgruppe aus Sparkassen und Landesbanken biete, sei noch nicht festgelegt. "Wenn zwei, drei Landesbanken miteinander bieten würden, wäre uns das allemal lieber, als wenn ein privater Erwerber bieten würde", sagte Haasis.

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