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Sparkassen strotzen vor Selbstbewusstsein

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- Frankfurt - Mit ihrem besten Ergebnis seit sechs Jahren im Rücken haben die Sparkassen in Deutschland ihren Konkurrenten voller Selbstbewusstsein den Kampf angesagt. Als Antwort auf den zunehmenden Preiswettkampf auch durch ausländische Finanzinstitute kündigte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Dietrich Hoppenstedt, eine "Qualitäts- und Serviceoffensive" für die Kunden an. "Wir werden die persönliche Betreuung intensivieren", sagte er.

Diese Offensive bedeutet jedoch nicht, dass mehr Stellen geschaffen werden oder die Zahl der Filialen gesteigert wird. Vielmehr soll die Betreuung intensiviert und zielgerichteter werden.

 

Die Hausaufgaben, die die EU den Sparkassen und Landesbanken mit Blick auf notwendige Änderungen ihrer Rechtsformen aufgegeben hätten, seien inzwischen erfüllt. Nun freue sich die Sparkassen-Finanzgruppe auf den Wettbewerb mit der privaten Konkurrenz.

 

Die 477 Sparkassen in Deutschland erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 2,3 Milliarden Euro (plus 43,6 Prozent). "Das ist das beste Ergebnis seit Jahren", verkündete Hoppenstedt. Deutlich niedriger war der Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft mit 4,3 Milliarden Euro. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 15,8 Prozent.

 

"Sparkassen und Landesbanken bilden zusammen die größte Bank der Welt", betonte er. Die Sparkassen-Finanzgruppe liegt nach eigenen Angaben mit einer Bilanzsumme von 3,3 Billionen Euro (Sparkassen allein 1,0 Billionen Euro) mit deutlichem Abstand vor Citi-Group (991 Milliarden Euro) und UBS (890 Milliarden). Zum Vergleich: Die Deutsche Bank kommt auf eine Bilanzsumme von 804 Milliarden Euro.

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