Sparlampen: Das sollten Sie wissen

In den kommenden vier Jahren soll die Glühbirne schrittweise abgeschafft werden. Ab Dienstag verschwinden die ersten Modelle aus den Läden. Doch welche Alternativen gibt es und wie sicher sind Energiesparlampen? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Am 1. September wird die Herstellung von 100-Watt-Glühbirnen in der EU verboten. Auch alle mattierten Birnen werden vom Markt verbannt, egal wie viel Watt sie haben. Im nächsten Jahr wird das Verbot auf Birnen mit mehr als 40 Watt ausgeweitet. Ab 2012 soll es keine herkömmlichen Glühbirnen mehr zu kaufen geben.

Was Sparlampen können

Wer sparen möchte, sollte mit dem Austausch der Glühbirnen durch Energiesparlampen nicht bis 2010 warten. Denn Glühlampen wandeln nur rund fünf Prozent der verbrauchten Energie in Leuchtkraft um. Der Rest geht als Wärme verloren. „Bisher haben die leuchtenden Sparprofis aber noch einen schlechten Ruf“, weiß Petra Rothbart von der Stiftung Warentest. Viele Nutzer klagen über mangelnde Helligkeit und einen unangenehmen Geruch der Lampen während der Nutzung. „Dabei bieten Energiesparlampen längst Ersatz ohne nennenswerten Komfortverlust.“

Wer in seinem Haushalt viel benutzte 100-Watt-Glühbirnen gegen die Sparbirnen mit 20 Watt austauscht, der verbraucht rund 80 Prozent weniger Energie. „Noch mehr sparen kann, wer auf Qualität setzt“, weist Rothbart auf Langzeituntersuchungen der Stiftung Warentest hin. „Über 15 000 Brennstunden haben es bewiesen: Gute Energiesparlampen halten extrem lange und helfen so zusätzlich Geld sparen.“ Denn 15 000 Stunden entsprechen in der Praxis einer Lebensdauer von mehr als 14 Jahren. „Dabei ist aber zu beachten, dass bei einigen Lampen die Leuchtkraft im Laufe der Zeit abnimmt.“ Auch häufiges Ein- und Ausschalten vertragen manche Lampen nicht: So hat „Ökotest“ festgestellt, dass nach 6000 bis 7000 Schaltzyklen bei manchen Leuchtmitteln Schluss war – bei regelmäßiger Nutzung bedeutet dies nach einem Jahr.

Wo sich eine Sparlampe lohnt

Werden alte Glühbirnen in Räumen eingesetzt, in denen das Licht nur selten brennt, können diese ohne schlechtes Gewissen weiter benutzt werden, rät Stiftung Warentest. Denn in Nebenräumen und Speisekammern kommen im Laufe des Jahres nur wenige Stunden Nutzungszeit zusammen. Zusätzlich werden in diesen Bereichen meist Birnen mit geringen Wattzahlen eingesetzt. So kostet der zehnstündige Betrieb einer 40-Watt-Lampe gerade einmal 8 Cent im Jahr. Wird aber eine 100-Watt-Lampe ausgetauscht, die am Tag mehrere Stunden im Betrieb ist, lassen sich jährlich bis zu 140 Euro sparen.

Auf die Lumen kommt es an

Soll eine Glühbirne durch eine vergleichbar helle Energiesparlampe ersetzt werden, sollte man sich an der Lumen-Angabe auf der Verpackung orientieren. „Dabei muss man beachten, dass die gleiche Helligkeit nicht erreichbar ist“, weiß Gabriele Achstetter von Ökotest. Während eine herkömmliche Glühbirne bis zu 710 Lumen sichtbare Strahlung abgibt, erreichen selbst gute Energiesparlampen nur bis zu 600 Lumen. Auch sei an der Verpackung nur schwer zu erkennen, wie gut oder schlecht eine Lampe ist. Wer aber zum Beispiel eine 60-Watt-Birne ersetzen möchte, sollte dies mit einer Energiesparlampe von mindestens 15 bis 18 beziehungsweise 20 bis 22 Watt tun.

Die Entsorgung ist aufwendiger

Energiesparlampen müssen über den Recyclinghof entsorgt werden und dürfen nicht in die Mülltonne geworfen werden. Sie enthalten eine – wenn auch geringe – Menge Quecksilber. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch den Menschen: Das Schwermetall wird im Körper gespeichert und wirkt als Nervengift. Vorsicht, wenn die Lampe zu Bruch geht Sollte eine Energiesparlampe zu Bruch gehen, ist Vorsicht geboten: Die Scherben sollten aufgekehrt und in einer Tüte verpackt werden. Diese muss über den Sondermüll entsorgt werden. Dabei sollten möglichst Handschuhe getragen werden. Auf keinen Fall sollten die Bruchstücke aufgesaugt werden. Die Räume müssen anschließend mindestens eine halbe Stunde gelüftet werden. Mehr Sicherheit bieten Sparlampen aus Kunststoff oder mit Silikonhülle, die nicht zerbrechen.

Alternativen zu Sparlampen

Neben den herkömmlichen Energiesparlampen können auch Halogenglühlampen, LED-Lampen und sogenannte Halogenmetalldampflampen eine Alternative zu Glühbirnen sein. Zum Teil sind diese aber noch nicht so weit entwickelt, dass sie sich für jeden gewünschten Einsatzzweck eignen.

Informationen im Internet

Die nächste Sammelstelle für ausgediente Energiesparlampen findet man unter www.lichtzeichen.de. Die Testergebnisse der Stiftung Warentest können auf der Seite www.test.de/themen/umwelt-energie nachgelesen werden. Ökotest hat Energiesparlampen in der Ausgabe Oktober 2008 getestet: www.oekotest.de

 

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