Sparprogramm und höhere Preise bei HeidelbergCement

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Heidelberg (dpa) - Deutschlands führender Zementhersteller HeidelbergCement will trotz starker Quartalszahlen mit einem millionenschweren Sparprogramm und deutlichen Preissteigerungen seine Kostenstruktur verbessern.

"Wir planen mit dem 'Fitnessprogramm 2009', Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro jährlich zu erzielen", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Dienstag in Heidelberg. Der Manager will vor allem die Organisation der Verwaltungen straffen und die Kosten für Erhaltungs- und Reparaturarbeiten senken. Die Preiserhöhungen sollen bis zu 25 Prozent betragen.

Wegen des anhaltenden Kostendrucks durch die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die Schwächephase der Märkte in Großbritannien und den USA will Scheifele zudem die Kapazitäten in den beiden Ländern anpassen. Erst 2010 sei mit einer Trendwende in den beiden Märkten zu rechnen. Die Aktien des weltweit drittgrößten Zementherstellers fielen nach den Ankündigungen im MDAX um rund ein Prozent auf 72,15 Euro. Die Gesellschaft wird vom schwäbischen Großaktionär Adolf Merckle kontrolliert.

HeidelbergCement werde aber trotz des Negativtrends in den USA und Großbritannien sein Ziel für das laufende Jahr erreichen, Umsatz und Ergebnis deutlich zweistellig zu steigern, kündigte Scheifele an. Kräftiger Rückenwind aus der milliardenschweren Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson sowie das gute Geschäft in den asiatischen und europäischen Märkten seien dafür ausschlaggebend. Zum Jahresauftakt hatte der Vorstandschef das Ziel ausgegeben, 2008 einen Umsatz von 15 Milliarden Euro zu erzielen.

Im zweiten Quartal hat sich erneut der Hanson-Kauf ausgezahlt und für ein überproportionales Umsatz- und Ergebnisplus gesorgt. Zwischen April und Juni stiegen die Erlöse von 2,4 Milliarden auf 3,7 Milliarden Euro und das operative Ergebnis legte von 506 Millionen auf 698 Millionen Euro zu. Der Gewinn nach Minderheiten sank zwar von 1,2 Milliarden im Vorjahr auf 410 Millionen Euro. Allerdings hatten im Vorjahreszeitraum hohe Veräußerungsgewinne den Gewinn in die Höhe getrieben. Im ersten Halbjahr erhöhten sich der Umsatz von 4,1 Milliarden auf 6,9 Milliarden und das operative Ergebnis von 649 Millionen auf 888 Millionen Euro. Der Gewinn lag bei 1,3 Milliarden nach 1,7 Milliarden Euro.

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