Sparten-Fusion bei Siemens kostet Stellen

- München - Die Zusammenlegung der beiden Siemens-Bereiche Festnetz und Mobilfunk zum 1. Oktober wird Arbeitsplätze kosten. Davon geht Lothar Pauly, der designierte Chef des neuen Bereichs Communications, aus. Von den insgesamt rund 60 000 Beschäftigten der beiden Bereiche arbeiteten rund 1500 in Stabstellen wie Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Personal. Hier gebe es Überlappungen und damit Einsparpotenzial.

<P>Mit der Zusammenlegung seiner Festnetz- und Mobilfunksparte will Siemens vom erwarteten Marktwachstum profitieren. "Wir rechnen damit, dass dieses Marktsegment in den kommenden Monaten kräftig wachsen und im Jahr 2006 bereits 20 Prozent des Handy-Marktes ausmachen wird", sagte Pauly. Der Preisrückgang bei Mobiltelefonen halte voraussichtlich an: Pauly schätzt, dass die Handy-Preise 2004 um 10 bis 15 schrumpfen werden.</P><P>Das neue Modell SK65 verbinde erstmals einen komfortablen Zugriff auf E-Mails wie beim PC mit klassischer Mobilkommunikation, sagte Pauly, der bislang Bereichsvorstand der Mobilfunk-Sparte ICM war. In der zweiten Hälfte dieses Jahres wolle Siemens vier Handys weitere auf den Markt bringen.</P><P>Am Handy-Geschäft werde der Konzern festhalten, bekräftigte Pauly. Im Moment seien keine weiteren Gemeinschaftsunternehmen oder Kooperationen geplant. Die Münchner arbeiten bereits mit dem chinesischen Handy-Anbieter Ningo Bird zusammen. Das Wachstumspotenzial des Kommunikationsmarktes bezifferte Pauly auf drei bis fünf Prozent bis 2006, mit einem Volumen von fast 260 Milliarden Euro. "Bis Ende dieses Jahres werden 1,5 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon haben, bis 2006 werden es zwei Milliarden sein", sagte Pauly. </P><P>Im dritten Quartal des Geschäftsjahres hatte Siemens im Handy-Geschäft seinen Verlust ausgeweitet. Das Unternehmen selbst führte dies unter anderem auf den anhaltenden Preiskampf in der Branche zurück.</P>

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