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Wer wird Dominque Strauss-Kahn als Chef des IWF beerben?

Spekulationen über Strauss-Kahn-Nachfolge nehmen zu

Warschau/London - Immer offener diskutiert man über die Nachfolge des festgenommenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn. Als Anwärter wird derzeit Marek Belka, Vorsitzender der polnischen Zentralbank, gehandelt.

Der als Anwärter gehandelte Vorsitzende der polnischen Zentralbank, Marek Belka, wies Spekulationen über seine mögliche Kandidatur am Dienstag zurück. Solche Gerüchte seien absurd, sagte Belka dem Fernsehsender TVN. Er habe noch fünf Jahre seiner Amtszeit als Nationalbankchef vor sich. Belka war zuvor Ministerpräsident und Finanzminister Polens und leitete die europäische Abteilung des Internationalen Währungsfonds.

Analysten halten es angesichts der Schuldenkrise in Europa für wichtig, dass weiterhin ein Europäer den Internationalen Währungsfonds (IWF) leitet. Als mögliche europäische Kandidaten für Strauss-Kahns Nachfolge werden unter anderen der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Ex-Bundesbankchef Axel Weber gehandelt sowie die französische Finanzministerin Christine Lagarde und der Leiter des Euro-Rettungsfonds EFSF, Klaus Regling.

Als Anwärter außerhalb Europas gelten der singapurische Finanzminister Tharman Shanmugaratnam, der mexikanische Zentralbankchef Agustin Carstens, der frühere südafrikanische Finanzminister Trevor Manuel, der ehemalige brasilianische Zentralbankpräsident Arminio Fraga sowie Strauss-Kahns Berater Min Zhu aus China.

Der unter dem Verdacht der versuchten Vergewaltigung seit Samstag in New York inhaftierte Strauss-Kahn hat sich bislang nicht über seine Zukunft beim IWF geäußert. Nach Ansicht von Beobachtern ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis er von seinem Amt zurücktritt.

dapd

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