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Überlegt, nicht impulsiv: Es lohnt sich, vor dem Spenden die Seriosität des Sammlers zu prüfen.

Spenden: So kommt Ihr Geld richtig an

In der Weihnachtszeit haben Spenden Hochsaison. Die Menschen sind bereit, Geld für gute Zwecke zu geben und viele Organisationen werben um die Spender. Doch worauf sollten Verbraucher achten?

Spendensiegel

Spender haben die Möglichkeit, bei Sammelorganisationen auf ein Spendensiegel zu achten. Das bekannteste Siegel vergibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Dieses Siegel trägt im Mittelpunkt den Schriftzug DZI auf schwarzem Grund und wird umrahmt von zwölf grünen Sternen. Eine Liste mit allen zertifizierten Organisationen (derzeit 253) findet sich im Internet (www.dzi.de). Das jährliche Spendenvolumen der Spendensiegel-Organisationen beläuft sich laut DZI auf rund 1,4 Milliarden Euro. Das DZI weist aber auch darauf hin, dass Organisationen ohne das Siegel nicht automatisch unseriös sind. So werden etwa die Spendenaktionen dieser Zeitung, die nicht das DZI-Siegel tragen, stets auf Seriosität hin überprüft

Auf Seriosität achten

Spenden sollten nur aus freien Stücken gegeben werden. „Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder durch Werbende an der Haustür oder auf der Straße, noch durch gedruckte Spendenwerbung“, rät das DZI. Auch stark Mitleid erweckende oder gefühlsbetonte Werbung sei ein Kennzeichen unseriöser Organisationen.

Informiert spenden

„Spenden Sie überlegt, nicht impulsiv“, rät das DZI. Verbraucher sollten sich informieren, wofür die Organisationen stehen. Gegebenenfalls könne man sich auch Jahresberichte oder Projektbeschreibungen zukommen lassen, um sich ein genaueres Bild von einzelnen Organisationen machen zu können.

Spenden im Internet

Der Anteil der Spenden im Internet wächst laut DZI ständig. Doch sollte man auch hier genau hinsehen, denn ein professioneller Internetaufftritt ist noch kein Garant dafür, dass die Spende auch dem Verwendungszweck zugute kommt, für den sie gedacht ist. Unter www.wegweiser-buergergesellschaft und unter www.spendenportal.de finden Verbraucher Informationen zu verschiedenen Organisationen, die Spenden sammeln.

Spenden bündeln

Für viele Verbraucher stellt sich auch die Frage, wie sie Spenden sollen. Das DZI rät, die Spenden möglichst zu bündeln, denn „viele kleine Tropfen auf vielen heißen Steinen verdampfen erfolglos“, so das DZI. Durch richtiges Spenden kann man gezielter helfen. Außerdem verhindern Verbraucher dadurch, dass sie bei vielen Hilfswerken als „aktiver Spender“ registriert werden und viel Werbung zugeschickt bekommen.

Sicher spenden

Beim Thema „Spenden“ wird oft davon gesprochen, dass zu viel Geld in die Verwaltung der Organisationen fließt und nur wenig beim eigentlichen Projekt ankommt. „Werbe- und Verwaltungsausgaben sind in gewissem Maße bei fast allen Organisationen unerlässlich, um eine kompetente Arbeit sicherzustellen“, sagt DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke. Als Beispiel nennt er die 253 Spendensiegel-Organisationen. Diese würden 14 Prozent ihrer Gesamtausgaben für Werbung und Verwaltung und 86 Prozent für die „unmittelbaren satzungsmäßigen Zwecke“ einsetzen, so Wilke.

Geld als Spende

Geldspenden sind laut DZI besser als Sachspenden. Geld könne von den Hilfswerken flexibler und effizienter eingesetzt werden. Teure Transportwege würden dadurch entfallen. Außerdem könnten mit Geld die Hilfsgüter vor Ort oft günstiger gekauft werden und dadurch würde auch die dortige Wirtschaft gestärkt, erklärt das DZI. Sachspenden seien jedoch dann empfehlenswert, wenn seriöse Organisationen gezielt darum bitten.

fx

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