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Spesenbetrug: Wal-Mart feuert Spitzenmanager

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- Bentonville - Thomas M. Coughlin, ein Mitglied des Wal-Mart-Verwaltungsrates, ist auf Aufforderung des weltgrößten Einzelhändlers nach einer firmeninternen Untersuchung über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Spesenabrechnungen und die Verwendung von Geschenkgutscheinen des Unternehmen zurückgetreten.

Der umstrittene Betrag liegt nach Wal-Mart-Angaben zwischen 100 000 und 500 000 Dollar (385 000 Euro). Dies hat die Wal-Mart Stores Inc. in Unterlagen erklärt, die bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC eingereicht wurden. Coughlin war bis vor kurzem stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender von Wal-Mart gewesen und hatte früher auch die amerikanischen Einzelhandelsoperationen des Konzerns geleitet.

Die Untersuchung beziehe sich auf persönliche Rückerstattungen, Zahlungen für Rechnungen Dritter und die Verwendung von Geschenkgutscheinen des Unternehmens, erklärte Wal-Mart. Die Gesellschaft habe auch drei Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Untersuchung entlassen, darunter einen Manager.

Das Unternehmen habe angesichts der Untersuchungsergebnisse, einschließlich der Antworten Coughlins auf Fragen über seine Kenntnis bestimmter Transaktionen, den Fall der Staatsanwaltschaft für West-Arkansas übergeben. Der Konzern hat seinen Sitz in Bentonville (Bundesstaat Arkansas).

Die Rücktrittsaufforderung sei erfolgt, weil sich Coughlin und die Gesellschaft nicht über die Resultate der kürzlich erfolgten internen Untersuchung einigen konnten. Die persönlichen Rückerstattungen scheinen nach Darstellung von Wal-Mart durch Falschinformationen über Rechnungen Dritter und bei Ausgaben-Meldungen an die Gesellschaft erfolgt zu sein.

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