"Spiegel": Eon plant angeblich "Bayernwerk"

Hamburg - Der Energiekonzern Eon will laut "Spiegel" seine bayerische Tochtergesellschaft in "Bayernwerk" umbenennen.

Damit käme Eon zunächst dem Namen nach CSU-Chef Horst Seehofer entgegen, der einen bayerischen Alleingang angedroht hatte, falls die Berliner Koalition sich in Sachen Energiewende nicht bald einigen sollte. "Dann gründen wir ein Bayernwerk", hatte Seehofer gesagt, der im Herbst 2013 vor einer Landtagswahl steht.

Laut "Spiegel" gehen Politiker im Wirtschaftsministerium und Top-Manager des Energie-Konzerns davon aus, dass die Umbenennung nur ein erster Schritt sein könnte, sich mittelfristig auch von einigen Teilen des bayerischen Geschäfts zu trennen. Die Trennung von diversen Regionalgesellschaften, etwa in Thüringen oder Westfalen, hat das Unternehmen bereits beschlossen. Eon wollte zu dem Bericht laut "Spiegel" keinen Kommentar abgeben.

In Bayern hat Eon starke Wurzeln. Ein Teil des größten deutschen Energiekonzerns ist das frühere Bayernwerk, das in der VIAG mit Sitz in München aufgegangen war und mit dieser und der VEBA im Jahr 2000 Eon bildete. In Bayern hat der Düsseldorfer Energieriese rund 8000 Beschäftigte in verschiedenen Gesellschaften.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Täglich sortiert die Post Dutzende Millionen Briefe. Doch gerade bei Sendungen von Geschäftskunden reichen die Kontrollen offenbar bisher nicht aus. Das sollen Betrüger …
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft
Mit massiven Protesten haben Arbeitnehmervertreter auf die angekündigten Stellenstreichungen bei Siemens reagiert. Und weitere Demonstrationen sind geplant. Der Vorstand …
Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft
Strom bleibt 2018 teuer
Strom wird im kommenden Jahr wieder nicht günstiger - obwohl die Versorger etwas billiger einkaufen konnten und Umlagen zurückgehen. Geben die Konzerne Entlastungen …
Strom bleibt 2018 teuer
Flughafen BER: Noch 30 "technische Risiken" im Terminal
Berlin (dpa) - In dem noch nicht fertiggestellten Fluggastterminal des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bestehen derzeit etwa 30 "technische Risiken" von …
Flughafen BER: Noch 30 "technische Risiken" im Terminal

Kommentare