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Spielwarenbranche zeigt sich verhalten optimistisch

Nürnberg - Seit der Wirtschaftskrise rieb sich die Spielwarenbranche verdutzt die Augen: Von Jahr zu Jahr gab es einen neuen Umsatzrekord. Doch 2013 enttäuschte die Erwartungen.

Nach einem leichten Dämpfer im vergangenen Jahr ist die Spielwarenbranche für 2014 nur verhalten optimistisch. „Wir gehen davon aus, dass wir am Jahresende mit einem Plus von 1 bis 1,5 Prozent aussteigen - sofern es im November und Dezember so weiterläuft wie erwartet“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel, am Donnerstag in Nürnberg. Eventuell könne das Umsatzplus sogar zwei Prozent betragen, ergänzte Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI).

Der Handel will in diesem Jahr Spielsachen für insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro verkaufen. Dabei hofft die Branche auf ein schwungvolles Weihnachtsgeschäft, schließlich machen die Händler in den letzten zwei Monaten des Jahres rund 40 Prozent ihres Jahresumsatzes. „Die generelle Lieferfähigkeit ist gegeben, andererseits sind einzelne Produkte auch heute schon schwer zu bekommen“, berichtete Fischel.

Derweil wird das Budget für Spielsachen beständig größer. „In Deutschland sind die Ausgaben pro Kind seit 2008 um 30 Prozent auf inzwischen 269 Euro gestiegen“, erläuterte Joachim Stempfle vom Marktforschungsunternehmen npdgroup.

Nachdem die Branchenverbände im vergangenen Jahr mit ihrer Prognose danebenlagen - statt des fünften Umsatzrekordes in Folge gingen die Erlöse minimal zurück -, hielten sie sich beim Ausblick für 2015 zurück. „Es gibt so viele Fragezeichen, dass wir froh sind, wenn wir den Markt halten können“, sagte BVS-Geschäftsführer Fischel.

dpa

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