Spielzeug wird im Weihnachtsgeschäft billiger

Nürnberg - Gute Nachrichten für Eltern: Aufgrund des starken Wettbewerbs zwischen den großen Filialen und durch das Internet, purzeln in der Vorweihnachtszeit die Preise für Spielzeug.

Die Spielwarenbranche erwartet vor Weihnachten Rabattaktionen auf breiter Front. Im Gegensatz zu anderen Branchen würden die Preise für Spielzeug in der Vorweihnachtszeit wegen des hohen Wettbewerbs nicht erhöht, sondern gesenkt, sagte Marktforscher Werner Lenzner von Eurotoys am Dienstag in Nürnberg. “Die Preise für Spielwaren sind zu Weihnachten so niedrig wie sonst nie im Jahr.“ Dies gelte für alle Produkte.

Trotz der Wirtschaftskrise erwartet der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus um bis zu zwei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Voraussetzung dafür sei allerdings ein gutes Weihnachtsgeschäft, sagte BVS-Geschäftsführer Willy Fischel. “Die Deutschen verbringen in stürmischen Zeiten wieder mehr Zeit mit ihrer Familie oder Freunden zu Hause“, erklärte er. Davon profitiere die Spielwarenbranche.

An Kindern und Spielzeugqualität sparen Eltern zuletzt

Mit traditionellen Spielsachen werden nach Schätzungen des Verbands im laufenden Jahr 2,4 Milliarden Euro umgesetzt und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr. “Die Deutschen sparen bei ihren Kindern und der Spielzeugqualität zuletzt“, erklärte Fischel. Um bis zu drei Prozent zurückgehen dürfte dagegen der Umsatz mit Videospielen. Hier war 2008 ein Volumen von fast zwei Milliarden Euro erreicht worden. Zwtl: Vor allem günstige Spielsachen gefragt Klassische Spielwaren seien erheblich günstiger als Konkurrenzprodukte aus dem Elektronik-Bereich, erklärte Marktforscher Lenzner den Rückgang bei Videospielen.

Manche Spielsachen seien bereits für unter 20 Euro erhältlich, während etwa für Spielekonsolen deutlich mehr Geld auf den Tisch gelegt werden müsse. Mit Produkten in der Preislage um 20 Euro seien in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres zwei Drittel des gesamten Spielwarenumsatzes erzeugt worden, sagte Lenzner. Im laufenden Jahr seien Spielsachen zum Sammeln gefragt. Etwa Tierfiguren oder Elfen für Mädchen und Action-Figuren für Jungs. Verkaufsschlager seien aber auch Baukästen, Gesellschaftsspiele und Outdoor-Artikel, wie Trampoline, Roller oder Sportgeräte, sagte der Marktforscher.

AP

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