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Der ehemalige Sicherheitschef verklagt die Deutsche Bank.

Spitzelaffäre: Ex-Sicherheitschef verklagt Deutsche Bank

Frankfurt/Main - In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Bank klagt der entlassene Sicherheitschef gegen seine Kündigung nach Bekanntwerden der Affäre.

Vor dem Arbeitsgericht Frankfurt konnten sich der Kläger und die Vertreter der Deutschen Bank am Freitag nicht gütlich einigen. Das Gericht setzte einen neuen Termin für den 13. Januar 2010 fest. Es war der erste Prozess in dieser Affäre, ein weiterer entlassener Abteilungsleiter der Bank hat ebenfalls Klage eingereicht.

Das Geldinstitut wirft dem 45-jährigen Kläger vor, Detekteien beauftragt zu haben, den kritischen Aktionär und Anwalt Michael Bohndorf sowie Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti auszuspähen. Dabei verstießen die Detekteien gegen den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre. So soll auf den kritischen Aktionär und Rechtsanwalt Michael Bohndorf unter anderem ein weiblicher Lockvogel angesetzt worden sein. An dem Wagen von Lambertis Frau befestigten die Detektive nach Angaben des Gerichts einen Peilsender und schmuggelten einen präparierten Blumenstrauß mit eingebautem Mikrofon ins Haus der Lambertis.

Die Bank war Ende Mai an die Öffentlichkeit gegangen und hatte über die Spitzelaffäre berichtet. Sie beauftragte eine Anwaltskanzlei mit den Untersuchungen und trennte sich von den beiden Abteilungsleitern. In der Affäre war der Chef des Aufsichtsrates, Clemens Börsig, unter Druck geraten. Die Bank hatte ihn aber in einem Bericht Ende Juli entlastet. Ob die Datenaffäre auch noch strafrechtliche Konsequenzen für die Deutsche Bank haben wird, prüft derzeit die Staatsanwaltschaft Frankfurt.

dpa

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